Ausschuss Altersfragen und Medizin
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Aufgaben und Zuständigkeit 1984 hat der Hartmannbund einen Ausschuss Senioren (neu: Altersfragen und Medizin) eingerichtet. Ihm gehören ärztliche Vertreter verschiedener Fachgebiete aus allen Bundesländern an. In diesem Ausschuss werden Probleme älterer Ärztinnen und Ärzte erörtert, insbesondere aber die Fragen der ärztlichen Versorgung älterer Menschen allgemein untersucht und Vorschläge für die Verbandspolitik erarbeitet. Allem anderen voran steht fest, dass Alter kein Grund sein kann, eine medizinisch notwendige Behandlung zu verweigern, auch nicht im medizin-techischen Hochleistungsbereich. Der Patient selbst behält jedoch sein Recht, diagnostische oder therapeutische Maßnahmen abzulehnen, wenn nach seiner Meinung damit keine Verbesserung seiner Lebensqualität erreicht werden kann. Der Hartmannbund Ausschuss Altersfragen und Medizin hat sich erfolgreich dafür eingesetzt, dass die wissenschaftlichen Erkenntnisse auf den Gebieten der Gerontologie, der Geriatrie und Gerontopsychiatrie verstärkt während der Ausbildung der Ärzte an den Universitäten sowie in deren fachlicher Weiter- und Fortbildung berücksichtigt werden. Der Hartmannbund-Ausschuss fordert auch für ältere Menschen Leistungen der medizinischen Vorsorge sowie eine rechtzeitige Rehabilitation nach Krankheit. Er beklagt, dass die Bewilligung von Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen noch zu häufig an den Erhalt oder die Wiederherstellung von Berufs- oder Erwerbsfähigkeit geknüpft wird. Nicht mehr erwerbstätige Menschen werden dadurch benachteiligt. Der Hartmannbund hat in den vergangenen Jahren gemeinsam mit der Arbeiterwohlfahrt viel beachtete Fachtagungen zu diesen Themen durchgeführt. Auch wenn eine Rückführung zur früheren Gesundheit und Leistungsfähigkeit nicht immer möglich ist, kommt es auf die "Habilitation" an, d.h. auf den bestmöglichen Behandlungserfolg sowie auf die Entwicklung der Fähigkeit, vorhandene Einschränkungen der körperlichen oder geistigen Gesundheit zu akzeptieren und Wege zu finden, die täglichen Herausforderungen des Alltags zu meistern. Zufriedenheit und Lebensbejahung trotz Alterskrankheiten sind das Ziel. Vorbeugend ist die körperliche, geistige und seelische Beweglichkeit zu fördern. Dazu gehört auch der Erhalt und die Pflege der Sinne. Insbesondere ist die Hörfähigkeit durch Vermeidung einer zu starken wiederkehrenden Lärmexposition zu pflegen. Dem Hartmannbund Ausschuss Altersfragen und Medizin liegt viel daran, die Zusammenarbeit von Ärzten und Pflegekräften in Krankenhäusern, Heimen wie auch bei der häuslichen Pflege zu verbessern und alle ärztlichen und pflegerischen Maßnahmen im Sinne einer ganzheitlichen Behandlung und Pflege zu organisieren. Schließlich will der Ausschuss Ärzte dafür gewinnen, ehrenamtlich in Seniorenbeiräten, Seniorenbüros und Seniorenparlamenten der Städte und Gemeinden mitzuwirken. Aus dem bisher unausgeschöpften Erfahrungsschatz älterer Ärzte mit der Doppelerfahrung als Therapeut und alternder Mensch (Patient) möchte der Ausschuss Nutzen ziehen, den medizinischen Sachverstand mit dem praktisch Erlebten verbinden, kritisch bewerten und anderen Mitgliedsorganisationen der BAGSO zur Verfügung stellen.
Münchener Thesen (2003)
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Vorstand |
Geschäftsführung |
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Vorsitzender: |
N.N. Hartmannbund (Berlin) |

