Presse Niedersachsen
Hartmannbund in Niedersachsen begrüßt Pläne des Ministeriums zur Förderung der Allgemeinmedizin
Als einen Schritt in die richtige Richtung bezeichnete der Vorsitzende des Hartmannbundes in Niedersachsen, Dr. Bernd Lücke, die Pläne von Sozialministerin Aygül Özkan, angehende Ärzte im PJ mit einer monatlichen Förderung von bis zu 600 EUR als Hausärzte auf dem Land zu gewinnen. Bisher haben Studenten im PJ lediglich eine Aufwandsentschädigung von monatlich durchschnittlich etwa 400 EUR für ihre Arbeit in den Kliniken bekommen, nicht aber beim niedergelassenen Landarzt.
"Ich finde das gut" sagte Constantin Janzen, Vorsitzender des Ausschusses Medizinstudenten im Hartmannbund und zur Zeit selbst Student im PJ, zu dem Vorschlag Özkans. Ihm fehlte es bisher insbesondere an einer finanziellen Alternative zum PJ in einer Klink, wo häufig zur Aufwandsentschädigung noch kostenlose Mahlzeiten und eine Unterkunft selbstverständlich sind. "Viele meiner Kommilitoninnen und Kommilitonen können es sich neben der Arbeit im Krankenhaus und der Vorbereitung auf's Hammer- examen zeitlich einfach nicht leisten, mit einem Nebenjob noch ihren Lebensunterhalt zu verdienen." Letztendlich schaffe der Vorschlag für eine Vergütung des PJ beim niedergelassenen Arzt auch ein gutes Stück Motivation, sich dieses Berufsbild in der Praxis anzuschauen. Dieser Vorstoß mache auch deutlich, so Janzen abschließend, dass die Politik das Kernproblem endlich verstanden habe und nicht weiter versuche, über Zwangsmaßnahmen à la "Landarztquote und Pflichttertial" dringend notwendige Nachfolger für die Hausarztpraxen zu finden.

