Presse Bayern
Hartmannbund weist Pauschalvorwürfe gegen Ärzte zurück!
„Wann immer den Kassen das Geld ausgeht, werden ärztliche Therapieentscheidungen diffamiert, um die immer aggressiver werdende Rationierung im Gesundheitswesen zu vertuschen!“ so der Verband. „Wir Ärztinnen und Ärzte können und wollen unseren Patienten keine Therapie vorenthalten, von der wir annehmen müssen, dass der einzelne Patient individuell profitieren würde“, so Dr. Philipp Ascher, 1. Stellvertretender Landesvorsitzender.
Vor Äußerung derart schwerwiegender Vorwürfe hätte die Kasse genauer analysieren müssen, fordert der Verband. Allein schon der steigende Anteil älterer Menschen erkläre den Zuwachs der notwendigen Gelenkseingriffe zur Hälfte, nicht erfasst sei dagegen, dass durch moderne Operations- und Prothesentechnik immer mehr Menschen durch eine Verbesserung der Lebensqualität im hohen Alter profitieren. Die Zahlen zur Schutzwirkung von Sturzpräventivprogrammen in Altenheimen sind längst bekannt, werden aber aus mangelnder politischer Entschlossenheit nicht in die Altersversorgung eingeführt, obwohl nachweislich mit rechtzeitiger Prävention ein Großteil von Gelenks- und Hüftfrakturen verhindert werden könnte.
„Dieser Teilbereich der Medizin zeigt beispielhaft, dass der größte Teil der aktuellen Kostensteigerungen dem steigenden Bedarf der Menschen entspricht; würde über Budgets erzwungen werden, dass nicht mehr alle, die von einem Gelenkseingriff profitieren würden, auch operiert werden können, so bedeutete dies eine verdeckte Rationierung“, so Ascher.

