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Presse Baden-Württemberg

04.05.2011
Medizin und Ethik

Der Hartmannbund Baden-Württemberg stellt das Thema „Medizin und Ethik“ in den Mittelpunkt seiner Landesversammlung 2011

„Der Patient mit seiner Krankheit und seinem Wunsch nach Heilung oder Linderung der Beschwerden muss im Mittelpunkt ärztlichen Planens und Handelns stehen. Dies darf durch wirtschaftliche Zwänge, politischen Druck und Interessensbündnisse nicht ausgehebelt werden“ hebt Klaus Rinkel, Vorsitzender des Hartmannbund-Landesverbandes Baden-Württemberg, hervor.

„Ethische Betrachtungen müssen für Ärzte und Verantwortliche im Gesundheitswesen essentielle Grundlage für ihre Entscheidungen sein.“

 

Am Samstag, 07. Mai 2011, treffen sich in Nürtingen die Delegierten des Landesverbandes. Im öffentlichen Teil der Veranstaltung wird sich eine Expertenrunde mit Fragen der Ethik in der Medizin und Auswirkungen auf die Versorgung kranker Menschen im Lande beschäftigen.

 

Medizin und Ethik sind eine untrennbare Einheit - sollte man annehmen. In den vergangenen Jahren wurde aber ein Trend der Gegenüberstellung sichtbar. Die Ethikkommissionen - sei es in Klinik, Universität oder bei Regierungen - werden nicht selten als oberstes Entscheidungsgremium wahrgenommen. In den Medien können ethische Bedenken zum Bannstrahl entwickelt werden.

Brennende Themen in der medizinischen Diskussion betreffen Entscheidungen in der ersten und letzten Lebensphase, Pflichten und Rechte der Ärztinnen und Ärzte, den Schutz der Patienten sowie die Kostenverantwortung im sozialen Versicherungssystem. „Das Spannungsfeld politischer Vorgaben, vertraglicher Präzisierungen, konkurrierender gesetzlicher Bestimmungen und Individualwünschen der Patienten fordert die Diskussion über die Ethik in der Medizin heraus“, so Rinkel weiter.

 

In der Expertenrunde begrüßt der Hartmannbund LV Baden-Württemberg Ministerin Dr. Monika Stolz, MdL, Dr. Friedrich Gagsteiger, Mitglied des Vorstandes des Hartmannbundes LV BW , Dr. Helge Hölzer, Rechtsanwalt Medizinrecht, Andreas Vogt, Leiter der Landesvertretung BW der Techniker Krankenkasse und Prof. Dr. Heiner Fangerau, Direktor des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin, Uni Ulm (Nennung in der Abfolge der Referate).

Die Moderation übernimmt Dr. Astrid Bühren, Mitglied des Geschäftsführenden Vorstandes des Hartmannbundes.

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