Presse Nordrhein
Ärztlicher Nachwuchs braucht unsere Unterstützung!
Medizinstudierende, Ärzte und alle Bürger Deutschlands können sich bis zum 23. Juni 2011 für die Verkürzung des für das Medizinstudium obligatorischen Krankenpflegepraktikums von drei auf zwei Monate einsetzen und damit eine Forderung der Medizinstudierenden unterstützen. Darauf weisen die beiden Hartmannbund-Landesverbände Nordrhein und Westfalen-Lippe hin. Insgesamt sechs Wochen läuft die vom Hartmannbund initiierte Online-Petition beim Deutschen Bundestag: https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;petition=17829;sa=sign.
„Hier sind nicht nur Medizinstudierende aufgefordert, für ihre Interessen zu streiten. Die jungen Nachwuchsmediziner brauchen jede Unterstützung besonders von uns Ärzten , damit ihr Anliegen von der Politik auch ernst genommen wird", so Dr. Klaus Reinhardt, Landesvorsitzender des Hartmannbundes in Westfalen-Lippe, zugleich stellvertretender Bundesvorsitzender.
Aus Sicht des Verbandes, der auch die Interessen von über 15.000 Medizinstudierenden vertritt, reiche ein zweimonatiges Krankenpflegepraktikum zum Erwerb eines grundlegenden Verständnisses der Arbeit der Pflegekräfte und des Stationsablaufes in der Klinik aus. Stärker als bisher sollten ausdrücklich die hohe Qualität der möglichst einheitlich definierten Ausbildungsinhalte sowie das Kennenlernen und gegenseitige Wertschätzen der Berufsfelder im Fokus stehen.
„Nach wie vor müssen Krankenpflegepraktikanten viel zu häufig drei Monate lang Hilfsarbeiten leisten. Deshalb fordern wir neben der Verkürzung eine strukturierte Ausbildung, wie sie in der von diversen Pflegeeinrichtungen empfohlenen Hartmannbund-Checkliste `Krankenpflegepraktikum‘ vorgesehen ist“, fügt die nordrheinische Vorsitzende Angelika Haus hinzu, "Jeder, der seine Stimme abgibt, wirkt mit darauf hin, die Attraktivität des Medizinstudiums und damit die Motivation des Nachwuchses im Sinne des Arztberufes zu erhöhen."

