Beschlüsse Nordrhein
Add-on-Hausarztverträge zwischen Krankenkassen und KV
Die Landesdelegiertenversammlungen des Hartmannbundes Nordrhein und Westfalen-Lippe fordern add-on-Hausarztverträge zwischen Krankenkassen und Kassenärztlicher Vereinigung.
Begründung:
Nachdem der Hausärzteverband damit gescheitert ist, im KV-Bezirk Nordrhein eigenständige Hausarztverträge nach § 73b auszuhandeln ist es nun dringend geboten, dass die Kassenärztliche Vereinigung unverzüglich Verhandlungen mit den Krankenkassen aufnimmt, um eigene add-on-Hausarztverträge zu initiieren.
Durch das Beharren des Hausärzteverbandes auf eigenen Verträgen ohne Beteiligung der KV ist den nordrheinischen Hausärzten bereits finanzieller Schaden dadurch entstanden, dass die gesetzlich geforderten Maßnahmen zur Verbesserung der Vergütung für Hausärzte nicht verwirklicht wurden.
Die Mandatierung durch mindestens 50 % der Berufsgruppe kann statt durch eine einzelne Interessengruppe besser durch die KV in Verbindung mit dem fächerübergreifenden Hartmannbund erfolgen.
Sofern das Mandat für die KV nicht mehr aktuell gültig sein sollte, müsste kurzfristig eine neue ent
sprechende Aktion erfolgen; Hausärzte hätten dann die notwendigen Vorteile einer eindeutigen Gesamtvergütung, keine doppelten Abrechnungsstrukturen, keine finanziellen Belastungen durch Kauf neuer EDV-Programme und -Systeme, keine Spaltungsszenarien bei Vertragsärzten und vieles mehr. Dies wäre ein wesentlicher positiver Einfluss auf die Entscheidung junger Kollegen, die hausärztliche Tätigkeit aufzunehmen.

