Presse Thüringen
Hoppe verunsichert zu Unrecht Patienten
Der Hartmannbund Thüringen kritisiert ausdrücklich die undifferenzierten Äußerungen des scheidenden Präsidenten der Bundesärztekammer, Prof. Jörg-Dietrich Hoppe, zu den sogenannten „Individuellen Gesundheitsleistungen“ (IGeL) anlässlich seiner Eröffnungsrede zum 114. Deutschen Ärztetag in Kiel. „Unterstellungen dieser Art beschädigen nachhaltig das Vertrauensverhältnis der Kollegen zu Ihren Patienten und sind eines erfahrenen und verdienten Berufspolitikers unwürdig“, so der 2. Vorsitzende des Hartmannbund Thüringen, Dr. Jörg Müller, der sich gegen den Vorwurf Hoppes wehrt, Ärzte würden ihren Patienten Leistungen „aufdrängen“.
„Tatsache ist auch, dass einige Leistungen, die heute zu den IGeL-Leistungen zählen, ursprünglich vom Leistungsumfang der Gesetzlichen Krankenversicherung gedeckt waren und andere – wie etwa reisemedizinische Untersuchungen und Beratungen – in ihrem Nutzen von keinem bestritten werden“, so Müller weiter.
„Die Abrechnung der IGeL-Leistungen ist klar gesetzlich geregelt und erfolgt nach der amtlichen Gebührenordnung der Ärzte (GOÄ). Daher ist es völlig unnötig, auf diese Weise Kollegen in Misskredit zu bringen und bei Patienten Unsicherheit und Misstrauen zu wecken“, bekräftigt auch Dr. Rolf-Christian Hänse, 1. Vorsitzender des Hartmannbund Landesverbandes Thüringen.

