Presse Nordrhein
"Wertschätzung ärztlicher Tätigkeit muss sich nach den Tarifverhandlungen endlich widerspiegeln"
Der Hartmannbund-Landesverband Nordrhein stellt sich anlässlich der heute wieder aufgenommenen Tarifverhandlungen in Köln an die Seite seiner an kommunalen Kliniken angestellten Mitglieder.
"Angestellte Ärzte, gerade in kommunalen Kliniken, stellen eine wichtige Basis im System dar und sichern die Grundversorgung auf hohem Niveau", kommentiert die Vorsitzende des Hartmannbundes in Nordrhein Angelika Haus, niedergelassenen Neurologin aus Köln, die heute wieder aufgenommenen Tarifverhandlungen, "dies ist vor allem in Ergänzung zu den hochspezialisierten Unikliniken zu bewerten, die es nur punktuell in Ballungszentren gibt."
Die Tarifverhandlungen für die rund 45.000 Ärzte an kommunalen Krankenhäusern sind in zweiter Runde in Köln wiederaufgenommen worden. Zum Auftakt der Tarifrunde Mitte September hatten die Ärztegewerkschaft und die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) keine Annäherung erzielt.
"Eine Reduzierung der Belastung durch Bereitschaftsdienst, die Wertschätzung der ärztlichen Tätigkeit, eine Planbarkeit und Verlässlichkeit der Dienste sind originäre Anliegen und Ziele des Hartmannbundes, daher unterstützen wir ausdrücklich unsere Kolleginnen und Kollegen bei der Durchsetzung dieser Punkte im Rahmen der aktuellen Tarifverhandlungen", konstatiert Sebastian Exner, nordrheinisches Vorstandsmitglied des Hartmannbundes und selbst angestellter Arzt in Weiterbildung aus Aachen, "einem weiteren Ärztemangel, vor allem in ländlichen Gebieten, würde so weiter vorgebeugt."
Gefordert werden konkret eine Begrenzung der Bereitschaftsdienste auf vier pro Monat und eine klare zeitliche Vorfestlegung sowie eine Verbesserung von Dienstentgelten und eine Erhöhung der Grundgehälter um sechs Prozent.

