Presse Baden-Württemberg
Hauptversammlung wählt Rinkel zum stellvertretenden Vorsitzenden
Klaus Rinkel, Vorsitzender des Landesverbandes Baden-Württemberg wurde am heutigen Freitag in Potsdam mit überwältigender Mehrheit von der Hauptversammlung des Hartmannbundes zum stellvertretenden Bundesvorsitzenden gewählt...
In einem ersten Statement versprach Rinkel, sich für die Verbesserung von Studium und Weiterbildungsbedingungen einzusetzen. „Wir können als Verband unseren Studierenden eine enge Vernetzung zu erfahrenen Kolleginnen und Kollegen in allen Bereichen bieten“, betont Rinkel. Das Studium muss auf die Versorgung kranker Menschen fokussiert werden, praktisches Lernen gestärkt werden und das PJ frei wählbar sein, fordert Rinkel.
Für die Angestellten sieht der 54jährige Nervenarzt aus Ulm die klare Planbarkeit der Arbeitszeit, flexible Gestaltung von Arbeitszeitmodellen mit Blick auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie als wesentliche Elemente. Rinkel fordert eine adäquate Gehaltsgestaltung und garantierte Bezahlung oder Freistellung für Mehrarbeit und Überstunden. Arztspezifische Tarifverträge sind hier eine zentrale Voraussetzung.
Der neue Hartmannbund-Vize will zusammen mit dem frisch gewählten Bundesvorsitzenden Dr. Klaus Reinhard die Bedeutung der Freiberuflichkeit des Arztes für die Gesellschaft in die öffentliche Diskussion tragen. Ethische Gesichtspunkte sind für ihn die entscheidende Grundlage für medizinische Planung und Handlung. „Wir dürfen diese auch bei Engpässen in der ärztlichen Versorgung und zunehmendem Behandlungsbedarf bei Alterung der Bevölkerung nicht verlassen“, sagt Rinkel. In der gesellschaftlichen Debatte fordert er die Politik auf, Machbarkeitsgrenzen aufzuzeigen und die Grenzen solidarischer Leistungen transparent darzustellen.
Rinkel beschreibt den ärztlichen Beruf als „besten aller Berufe“. Er will junge Kolleginnen und Kollegen vorbildhaft davon überzeugen.

