Beschlüsse
Abschaffung des Hammerexamens schnellstmöglich umsetzen
Der Hartmannbund begrüßt den Vorschlag des Bundesgesundheitsministeriums, das Hammerexamen im Zuge der angekündigten Änderung der Approbationsordnung für Ärzte abzuschaffen. Er verbindet dies mit der Forderung, diese vorgesehenen Veränderungen so schnell wie verfahrenstechnisch möglich umzusetzen.
Begründung:
Die Medizinstudierenden im Hartmannbund fordern seit Jahren – wie jetzt im aktuellen Referentenentwurf vorgelegt – die Abschaffung des Hammerexamens, denn durch die bisherige Zusammenlegung der schriftlichen und mündlichen Prüfung zu einer einzigen Gesamtprüfung (Hammerexamen) nach Abschluss des Praktischen Jahres (PJ) gehen die Medizinstudierenden deutlich schlechter vorbereitet in die nächste wichtige Berufsphase.
Das Hammerexamen ist für die Studierenden eine unnötige Belastung. Es verlängert die Studienzeit, da es im PJ unmöglich ist, neben den Anforderungen eines Stationsalltages, in dem die PJ-Studenten zu regulärer Klinikarbeit zum Teil mit Überstunden herangezogen werden, noch ausreichend Zeit zur allgemeinen Prüfungsvorbereitung zu investieren.
Die Erfahrungen der Vergangenheit haben gezeigt, dass es zielführender ist, auf die frühere Vorgehensweise zurückzugreifen und die vor Jahren vorgenommene Splittung des Zweiten Abschnittes der Ärztlichen Prüfung in 1. Staatsexamen (vor dem Praktischen Jahr) und 2. Staatsexamen (nach dem PJ) wieder einzuführen.
Potsdam, 29. Oktober 2011

