Politik aktuell
Ein Viertel der GKV-Ausgaben geht für Verwaltung, Dokumentation und Abrechnung drauf
Die Kosten für die Verwaltung, Leistungsdokumentation und -abrechnung in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) beliefen sich im Jahr 2010 auf 40,4 Milliarden Euro. Das entspricht 23 Prozent der GKV-Gesamtausgaben. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Unternehmensberatung A. T. Kearney, für die 6.000 Ärzte, Apotheker, Physiotherapeuten und Sanitätshäuser befragt wurden. Von den Gesamtverwaltungskosten werden der Studie zufolge 68 Prozent oder 27,5 Milliarden Euro direkt von der GKV verursacht. Die Unternehmensberater sehen hierbei Einsparpotenziale in Höhe von 13 Milliarden Euro. Das heißt, von jedem Euro Krankenkassenbeitrag könnten mindestens acht Cent eingespart werden und der heutige Beitragssatz von 15,5 Prozent auf 14,2 Prozent gesenkt werden. Die Beitragszahler würden damit durchschnittlich 252,90 Euro pro Jahr sparen. Sparpotenzial sehen die Autoren unter anderem bei der Anzahl der Krankenkassen: Diese sollte reduziert werden, da über 95 Prozent aller GKV-Mitglieder bei lediglich 19 Krankenkassen versichert seien. Derzeit gibt es insgesamt noch 146 Krankenkassen.

