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News Thüringen

13.01.2012

Vorstandsbrief an alle Mitglieder

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,
liebe Mitglieder des Hartmannbundes,

das Jahr geht in wenigen Tagen zu Ende, Anlass, zu resümieren, was berufspolitisch in den vergangenen Monaten in Deutschland passiert ist.

In der Bundespolitik hat Herr Bahr das Gesundheitsministerium von Herrn Dr. Rösler „geerbt“. In beiden haben wir sachkundige Minister, die allerdings über die ökonomischen Schatten der Bundespolitik nicht springen können bzw. wollen.

Erfreulich dagegen, dass die Tarifgemeinschaft der Länder und die angestellten Ärzte sich auf einen neuen Tarifvertrag einigen konnten. Dass dadurch neue Ärzte für die Arbeit im stationären Bereich gewonnen werden, ist aber nicht anzunehmen. Der Arbeitsdruck im Krankenhaus wird bleiben.

Im ambulanten Sektor zeichnen sich an mehreren Stellen ungute Entwicklungen ab. In wenigen Tagen wird das Versorgungsstrukturgesetz in Kraft treten. Es sieht weniger Begrenzungen in der kassenärztlichen Versorgung von Gebieten mit Ärztemangel vor. Die Residenzpflicht soll abgeschafft, Honorarvolumenbegrenzungen aufgehoben werden. Der Hartmannbund fordert, dass hierfür zusätzliche Mittel bereitgestellt werden. Es darf nicht sein, dass wir durch Vorwegabzüge diese Strukturfördermaßnahmen, die Wille des Gesetzgebers sind, selbst bezahlen.
Mit Interesse aber auch mit Sorge muss die neue „spezialärztliche Versorgung“ betrachtet werden. Einerseits ist bei bestimmten Krankheitsbildern eine sektorenunabhängige Behandlung der Patienten zweifellos sinnvoll und wünschenswert, andererseits wird bereits jetzt erkennbar, dass Krankenhausträger hier ein weiteres Einfallstor in die ambulante Betreuung planen. Darüber hinaus ist auch hier „zunächst“ eine Honorierung der erbrachten Leistungen aus dem KV-Topf geplant. Erneut soll also die Ärzteschaft politische Ideen finanzieren.

Im Hartmannbund hat nach Herrn Hon.-Prof. Kuno Winn nun Herr Dr. Klaus Reinhardt den Vorsitz übernommen. Wir erhoffen uns von ihm, den Verband in großer Geschlossenheit als Kampfverband für die Interessen der Ärzteschaft zu führen und als Interessenvertreter der Ärzteschaft   gegenüber dem BMfG und den Körperschaften KBV und BÄK aufzutreten. Dabei kann unser neuer Vorsitzender, kann der Hartmannbund, letztlich nur mit der Kraft auftreten, die ihm seine Mitglieder verleihen. Erfreulich daher, dass sich immer mehr Medizinstudierende dem Hartmannbund anschließen. Denn sie sind die nachwachsende Ärztegeneration und verkörpern die Hoffnung auf aktives berufspolitisches Mitwirken des Hartmannbundes auch in der Zukunft.

Wir wollen uns künftig als Hartmannbund Thüringen wieder stärker und aktiver in die regionale Berufspolitik einmischen. Dem dienen u. a. die Regionaltreffen, die wir in allen Teilen Thüringens durchführen. Unser nächstes Regionaltreffen findet statt

am Montag, 23. Januar 2012, um 20.00 Uhr,
Gaststätte Köditzbrunnen
Knochstr. 63, 07318 Saalfeld.

Wenn Sie ein Anliegen haben, bei dem Sie Ihr Verband unterstützen kann/soll, sprechen Sie mit uns! Wir freuen uns über rege Zusammenarbeit. Unsere Thüringer Mitarbeiterin Frau Prkno und das Service-Center Ost in Berlin, Frau Sabine Beukert, sind jederzeit für Sie, für uns da.

Wir wünschen Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest, einen schönen         Jahreswechsel und alles Gute für das kommende Jahr!

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Rolf-Christian Hänse, Vorsitzender LV Thüringen

Dr. Jörg Müller, Stellv. Vorsitzender LV Thüringen

MITGLIED WERDEN

Hartmanbundsymbol Es gibt gute Gründe für eine Mitgliedschaft im Hartmannbund.

>>> Erfahren Sie mehr!

Seminare

Bundesverband
22. September 2012, 14:00 Uhr bis 23. September 2012, 14:00 Uhr

85. Berufspolitische Seminarreihe

Berlin, 1. Wochenende
20. Oktober 2012, 14:00 Uhr bis 21. Oktober 2012, 14:00 Uhr

85. Berufspolitische Seminarreihe

Berlin, 2. Wochenende
24. November 2012, 10:00 Uhr bis 25. November 2012, 13:00 Uhr

85. Berufspolitische Seminarreihe

Berlin, 3. Wochenende