Politik aktuell
Verband der Honorarärzte unterstützt angestellte Klinikärzte
Der Bundesverband der Honorarärzte unterstützt die Streiks und die Ziele der angestellten Klinikärzte ausdrücklich. Damit wächst im Tarifstreit an den kommunalen Krankenhäusern der Druck auf die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeber (VKA) zusätzlich. Der Verband ruft alle Honorarärzte dazu auf, nicht als „Streikbrecher“ aufzutreten und sich solidarisch mit den angestellten Ärzten zu zeigen. Auch die eigenen Mitglieder seien von den schlechten Arbeitsbedingungen in den Kliniken betroffen. Der Verband verwies darauf, dass viele Honorarärzte in chronisch unterbesetzen Bereichen tätig seien und oft im Notarztbereich eingesetzt seien. Sie übernähmen auch regelmäßig unbeliebte Wochenend- und Feierabenddienste.
Die Ärztegewerkschaft gab unterdessen bekannt, nur dann weiterverhandeln zu wollen, wenn die VKA ein neues Angebot vorlege. Allerdings steht ein neues Angebot bislang aus. Die Gewerkschaft fordert für die etwa 50.000 Ärzte sechs Prozent mehr Gehalt, das letzte Angebot der VKA lautete in Bezug auf die Spardiktionen durch den Gesetzgeber 1,48 Prozent.
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft forderte die Regierung vor diesem Hintergrund auf, den konfrontativen Kurs aufzubrechen. Dafür müssten die Kliniken vom gegenwärtigen Spardiktat befreit werden. Jede Gehaltssteigerung über der Budgets-Erhöhung-Rate von 1,48 Prozent müssten die ohnehin klammen Kliniken aus eigener Tasche zahlen.

