Politik aktuell
Ärztinnen fühlen sich benachteiligt
78 Prozent der Ärztinnen aus Deutschland haben den Eindruck, dass ihre Leistungen nicht so anerkannt werden wie die ihrer männlichen Kollegen. Mehr als ein Drittel sind zudem mit ihren Entwicklungschancen am Arbeitsplatz, ihrem Einkommen und der Mitbestimmung unzufrieden. Das geht aus der Untersuchung „Ich bin Ärztin“ von Astrid Bühren, Vorstandsmitglied des Hartmannbundes und Ehrenpräsidentin des Deutschen Ärztinnenbundes (DÄB), hervor, die gemeinsam mit dem Thieme Verlag entstand. Dazu wurden insgesamt 1.200 Ärztinnen befragt.
„Es geht um nicht weniger als die Motivation einer ganzen Generation nachwachsender Ärztinnen, es geht um geregelte Arbeitszeiten und verbesserte Arbeitsbedingungen, um Familienfreundlichkeit als Teil der Unternehmenskultur im Gesundheitswesen und nicht zuletzt um die Sensibilisierung für die Geschlechterthematik in Forschung und Lehre“, so DÄB-Präsidentin Regine Rapp-Engels. In einer Pressemeldung des DÄB heißt es, dass etwa 60 Prozent der Neueinsteiger in den Arztberuf Ärztinnen seien und seit Jahren mehr Frauen als Männer die ärztliche Approbation erlangten. Viele Ärztinnen würden die Facharztweiterbildung aufgrund inadäquater Rahmenbedingungen jedoch nicht abschließen.

