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Politik aktuell
2,9 Prozent mehr Lohn und Bereitschaftsdienstzuschlag ab der 97. Monatsstunde
Nachdem am Sonnabend bereits die große Tarifkommission der Ärztegewerkschaft grünes Licht gegeben hatte, hat nun auch die Mitgliederversammlung der Vereinigung kommunaler Arbeitgeber (VKA) dem Kompromiss zugestimmt. Der Streik ist damit endgültig abgewendet. Die Einigung sieht eine Lohnerhöhung von 2,9 Prozent für 16 Monate vor sowie eine Einmalzahlung in Höhe von 440 Euro. Für Oberärzte und Chefarztstellvertreter konnten zusätzliche Verbesserungen in der Entgelttabelle erreicht werden.
„Das mit den kommunalen Arbeitgebern erzielte Ergebnis ist ein schwieriger, teilweise auch schmerzhafter Kompromiss. Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht. Insgesamt überwiegen die positiven Aspekte“, sagte der Ärztegewerkschaftsvorsitzende Rudolf Henke. Leider habe sich die VKA aber einer tariflichen Begrenzung der Arbeitsbelastung durch Nacht- und Wochenenddienste verweigert und damit eine große Chance vertan, die Attraktivität des Arbeitsplatzes Krankenhaus zu steigern. „Allerdings haben wir mit der Einführung eines neuen Zuschlagsystems bei der Bereitschaftsdienstvergütung endlich einen Fuß in die Tür bekommen“, so Henke. Laut Vereinbarung soll es ab der 97. Stunde im Monat einen Zuschlag für Bereitschaftsdienste in Höhe von fünf Prozent geben.
VKA-Verhandlungsführer Joachim Finklenburg nannte den Kompromiss vertretbar. Dennoch liege das Ergebnis oberhalb der von der Politik festgesetzten Steigerungsrate für die Krankenhäuser. Finklenburg forderte von der Politik daher entsprechende Verbesserungen.

