Presse Niedersachsen
Lücke widerspricht Bahrs Forderung nach Gehaltsverzicht von Köhler: "Angriff auf die ärztliche Selbstverwaltung"
"Wenn Herr Bahr über das Gehalt des KBV-Chefs entscheiden will, hätte er entweder Medizin studieren und eine Zulassung als Vertragsarzt beantragen oder aber sich direkt als Vorstand einer Kassenärztlichen Vereinigung (KV) bewerben sollen. Es ist einzig und allein Sache der von allen niedergelassenen Ärzten demokratisch gewählten Vertreterinnen und Vertreter in der Vertreterversammlung (VV), dem Parlament der KBV, über die Bezüge ihres Vorsitzenden zu entscheiden, nicht die des Bundesgesundheitsministers", sagte der Vorsitzende des Hartmannbundes in Niedersachsen. "Staatsmonopoldirigismus habe ich von einem liberalen Minister am allerwenigsten erwartet" so Lücke mit Blick auf den angedrohten Verpflichtungsbescheid aus dem BMG an die Adresse der KBV.
Angesichts der riesigen Herausforderungen, vor dem das Gesundheitssystem in unserem Land steht, appelliert Lücke abschließend an Bahr, "Schuster, bleib bei deinen Leisten". Statt seitens des BMGs demokratisch gefasste Beschlüsse der Ärzteschaft in Frage zu stellen, sollten lieber konkrete Maßnahmen ergriffen werden, die den eklatanten Nachwuchsmangel, egal ob in den Krankenhäusern oder in den Praxen, beseitigen.

