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Politik aktuell
KV fordert medizinische Fakultät in Bielefeld
Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Westfalen-Lippe spricht sich für den Aufbau einer medizinischen Fakultät an der Universität Bielefeld aus. Die neuen Kapazitäten sollen helfen, die Qualität der medizinischen Ausbildung in Nordrhein-Westfalen zu verbessern und Studierende an die Region zu binden.
„Der Nachwuchsmangel in der ambulanten wie auch stationären Versorgung erfordert jedwede Anstrengung, die aktuelle und vor allem zukünftige Versorgungssituation zu verbessern“, sagte der Erste KV-Vorsitzende Wolfgang-Axel Dryden. Daher sei ein Medizinstudium in Bielefeld sehr zu begrüßen. Dryden verwies in diesem Zusammenhang auf eine Studie der Kassenärztlichen Bundesvereinigung sowie der Universität Trier aus dem Jahr 2010. Daraus sei hervorgegangen, dass über die Hälfte der Befragten die spätere Arzttätigkeit in der näheren Umgebung ihres Heimatortes wünschen.
Darüber hinaus sollte die angestrebte neue medizinische Fakultät neue Wege in der Ausbildung beschreiten. Als Vorbild nannte Dryden den Modellstudiengang der Universität Witten-Herdecke, wo die Studierenden bewusst frühzeitig mit praktischen, patientenrelevanten Fragestellungen in Kontakt gebracht würden.



