Politik aktuell
Online-Petition für Kontrolle der GKV-Bürokratiekosten
In einer Online-Petition fordert der niedergelassene Hausarzt Tobias Neuhauser aus Baden-Württemberg den Gesetzgeber auf, für mehr Transparenz bei den Bürokratiekosten in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu sorgen. Neben den GKV-Verwaltungskosten sollten dabei auch jene Kosten erfasst werden, die durch die GKV bei den Leistungserbringern ausgelöst werden. Zudem fordert Neuhauser eine jährliche Prüfung der gesetzlichen Krankenkassen durch den Bundesrechnungshof.
Er erlebe „tagtäglich Zeit fressende und für eine qualitativ hochwertige Patientenversorgung sinnlose Vorgaben in unserem Gesundheitswesen“, heißt es in der Begründung zur Petition. Diese behinderten nicht nur Ärzte in Klinik und Praxis sondern auch Krankenschwestern, Altenpfleger, Physiotherapeuten und Apotheker. Neuhauser beruft sich dabei auf eine Studie der Unternehmensberatung A. T. Kearney. Diese beziffert die Gesamtbürokratiekosten im GKV-System im Jahre 2010 mit 40,4 Milliarden Euro. Das entspricht etwa einem Viertel der GKV-Gesamtausgaben. Die gesetzlichen Krankenkassen selbst geben lediglich an, 2010 insgesamt 9,5 Milliarden Euro für die Verwaltung ausgegeben zu haben.

