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Presse Mecklenburg-Vorpommern

16.02.2012

Studie zu den Auswirkungen des demographischen Wandels auf die kinder- und jugendmedizinische Versorgung in Ostvorpommern: Hartmannbund sieht sich bestätigt

Als "Bestätigung unserer berufspolitischen Bemühungen um den Erhalt der Kinderkliniken im ländlichen Raum" bezeichnet der Vorsitzende des Hartmannbundes in Mecklenburg-Vorpommern (MV), Dipl. Med. Bernd Helmecke, die Ergebnisse der im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung durchgeführten Studie des Instituts für Community Medicine Greifswald.

Bereits vor einem Jahr hatte der Hartmannbund die Pläne, die Kinderklinik im Kreiskrankenhaus Anklam zu schließen, scharf kritisiert.

"Die vorgelegten Zahlen der Studie machen die Schwierigkeiten im ländlichen Raum deutlich, der demographische Wandel und die Schwierigkeiten bei der Neubesetzung von Arztpraxen erfordern auch sicher von uns ein Umdenken", kommentierte der erfahrene Internist aus Schwerin.

 Die Feststellung von Prof. Wolfgang Hoffmann, dem Geschäftsführenden Direktor des Instituts für Community Medicine, dass "die Krankenhäuser mit einer Fachabteilung für Kinder- und Jugendmedizin in Zukunft eine noch wichtigere Rolle bei der Sicherstellung der medizinischen Versorgung der Kinder- und Jugendlichen übernehmen müssen", bestätigt der stellv. Vorsitzende des Hartmannbundes MV, Dr. Sven Armbrust: "Die Kinderambulanz am Bonhoeffer-Klinikum versorgt nicht nur Patienten aus Neubrandenburg, sondern sichert die Versorgung von kranken Kindern und deren Eltern gerade auch aus dem ländlichen Raum rund um die Uhr".

Die geforderte stärkere Verzahnung von ambulanter und stationärer Versorgung und auch sektorenübergreifende medizinische Betreuung ist auch aus Kosten- und Finanzierungsgründen nicht unproblematisch. "Hier sind auch wir Ärzte gefordert, gemeinsam mit den Krankenkassen und der Politik eine Lösung zum Wohl unserer Patienten zu suchen", merkt der Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin an.

"Auch wenn unser Land altert, so haben wir über 13.000 Geburten mit leicht steigender Tendenz" stellt Frau Dr. Iris Illing, Assistenzärztin, Vorstandsmitglied und Mutter zweier Kinder aus Rostock fest. "Es muss und wird unser Ziel bleiben, ein Leistungsangebot zu erhalten, dass es einer Familie von der Geburt bis ins hohe Alter ermöglicht, mit medizinischen Grundproblemen wohnortnah und erreichbar behandelt zu werden. Das darf in Rostock nicht anders sein als in Ferdinandshof". Letztendlich ist das Problem der kinderärztlichen Versorgung exemplarisch. "Wir müssen uns aufgrund des bestehenden und weiter zunehmenden Ärztemangels generell fragen, wie wir die gute medizinische Versorgung auch in Zukunft im ambulanten und stationären Sektor aufrecht halten können", so Dr. Armbrust dazu abschließend.

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