Beschlüsse Niedersachsen
Arztberuf wieder attraktiv machen
Die Landesvertreterversammlung des Hartmannbundes in Niedersachsen fordert alle im Gesundheitswesen Verantwortlichen auf, unverzüglich die Abwanderung des ärztlichen Nachwuchses aufzuhalten.
Dazu muß / müssen
· die Freiberuflichkeit des Arztberufes gesichert werden;
· der Dokumentations- und Verwaltungsaufwand in der ärztlichen Verantwortung belassen werden. Eine entsprechende Honorierung des zunehmenden bürokratischen Aufwandes außerhalb des ärztlichen Honorars ist zwingend notwendig;
· die Arbeitszeiten und -bedingungen an die Realität der hohen Verantwortung und des großen Arbeitsaufkommens angepasst werden;
· die Ärzte in allen Bereichen (Klinik, Praxis, und öffentliches Gesundheitswesen) angemessen honoriert werden;
Bleiben diese Probleme ungelöst, ist die Sicherstellung der gesundheitlichen Versorgung in Deutschland, insbesondere in den neuen Bundesländern und in allen Flächenländern wie Niedersachsen, nachhaltig gefährdet.
Begründung:
Nur die ärztliche Freiberuflichkeit gewährleistet für den Patienten die unabhängige Entscheidung in Diagnostik und Therapie. Notwendige innovative Untersuchungs- und Behandlungsmethoden dürfen nicht behindert werden.
Die ausreichende Dokumentation ist notwendig und wird ausdrücklich anerkannt, weil sie für Patient und Arzt die Grundlage für zukünftige Entscheidungen ist. Die Sinnhaftigkeit muß ständig durch Ärzte überprüft und angepaßt werden.
Die Rückbesinnung des Arztes auf die originären ärztlich-therapeutischen Aufgaben ist durch entsprechende Rahmenbedingungen zu gewährleisten. Dazu gehört eine angemessene Honorierung in Klinik und Praxis.

