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Wo die Landarztquote kommt ...

Wo die Landarztquote kommt ...

IN DIESEN LÄNDERN STEHT SIE UNS (VORAUSSICHTLICH) BALD INS HAUS

Seit der Veröffentlichung des „Masterplan Medizinstudium 2020“ ist klar, dass die Landarztquote kommen wird – nicht verpflichtend, aber optional. Wo sie bereits beschlossen wurde und wo sie uns voraussichtlich bald ins Haus steht, zeigt unsere kleine Übersicht.

Als erstes Bundesland führt Nordrhein-Westfalen eine Landarztquote im Medizinstudium ein. In einem ersten Schritt sollen 7,6 Prozent der Medizinstudienplätze außerhalb des sonstigen Vergabeverfahrens an Bewerber gehen, die sich vertraglich verpflichten, nach Abschluss ihrer Ausbildung für zehn Jahre in einer unterversorgten Region als Hausarzt zu arbeiten, sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) bei der Vorstellung seines Gesetzentwurfs.

Klar ist bereits jetzt, dass der Freistaat Bayern als eines der ersten Länder die Einführung der Quote bereits fest eingeplant hat. Wer in Bayern Landarzt werden möchte, soll leichter einen Studienplatz bekommen. Bis zu fünf Prozent aller Medizinstudienplätze sollen - Medienberichten bis zum Wintersemester 2019/20 für Studierende vorgehalten werden, die sich verpflichten, später als Hausarzt in Regionen zu arbeiten, die bereits unterversorgt sind oder von Unterversorgung bedroht sind.

In Rheinland-Pfalz sind erste Weichen für eine mögliche Landarztquote gestellt worden. Die Union hat einen Antrag in den Landtag eingebracht, in dem sie ein Stipendienprogramm für Medizinstudenten in Kombination mit einer Landarztquote fordert. Die SPD-geführte Landesregierung kündigte die Prüfung einer solchen Quote an. Sie wolle jetzt ein Konzept zusammen mit dem Wissenschaftsministerium erarbeiten - die zuständigen Ausschüsse im Landtag sollen weiter darüber beraten.

Sachsen-Anhalt bekommt eine Landarztquote. Das ist so gut wie sicher. Ab Herbst 2019 sollen fünf Prozent der 450 Medizinstudienplätze an den Unis in Magdeburg und Halle an Studenten vergeben werden.

Auch die „frisch gekürte Jamaika-Koalition“ in Schleswig-Holstein (CDU, FDP, Grüne) ist mit im Boot. Laut Koalitionsvertrag ist eine Landarztquote geplant. Wie in Nordrhein-Westfalen sollen ebenfalls zehn Prozent der Studienplätze Studierenden vorbehalten sein, die nach ihrem Medizinstudium in unterversorgten Regionen in Schleswig-Holstein arbeiten möchten. Geplant ist außerdem die Einführung eines Landesstipendiums zu einem ähnlichen Zweck.

Niedersachsen prüft derzeit noch, ob eine Landarztquote eingeführt werden kann. Aktuell besteht keine Einigkeit innerhalb der rot-schwarzen Landesregierung. Geplant sei eine Quote von zehn Prozent. Weitere Details sind hier bisher nicht bekannt.

Auch in Baden-Württemberg, Sachsen könnte es zur Einführung einer Landarztquote kommen: Im Kampf gegen den Hausarztmangel in Baden-Württemberg fordert CDU-Landtagsfraktionschef Wolfgang Reinhart die Einführung einer Landarztquote von bis zu zehn Prozent bei der Studienplatzvergabe. Der Bundesparteitag der CDU beschloss auf Betreiben der CDU-Landesverbände der beiden Freistaaten im Herbst 2016 die Aufnahme der Landarztquote in das CDU-Wahlprogramm.

Im Saarland sollen bereits Pläne existieren, zum nächstmöglichen Zeitpunkt die Zulassungskriterien für das Medizinstudium zu ändern und eine Landarztquote einzuführen.

Der Ausschuss Medizinstudierende im Hartmannbund hat sich klar gegen die Einführung einer solchen Landarztquote stark gemacht. 

Wir reden mit …

… beim Medizinstudium der Zukunft! Am "Masterplan Medizinstudium 2020" der Bundesregierung arbeiten wir aktiv mit. Dabei haben all jene, die sich dazu in unserer Umfrage geäußert haben, einen wesentlichen Anteil.

Zu unseren Positionen ...