Arztpraxen erhalten ab Oktober auch Impfstoff von Moderna

Der Bund wird ab Oktober erstmals Impfstoff von Moderna an die Arztpraxen ausliefern. Ein Grund ist, dass viele Impfzentren Ende des Monats schließen und die dort mit Moderna begonnenen Impfserien nun in den Praxen abgeschlossen werden müssen.

Vertragsärztinnen und -ärzte können somit bereits bei der nächsten Impfstoffbestellung bis Dienstag (21. September) 12 Uhr Spikevax® von Moderna für die Woche vom 4. bis 10. Oktober ordern. Damit stehen alle vier in Europa zugelassenen Impfstoffe zur Verfügung.

Der mRNA-Impfstoff des US-Unternehmens ist seit Beginn der Impfkampagne in Deutschland im Einsatz, bislang allerdings nur in Impfzentren. Diese schließen vielerorts Ende September. Personen, die bis dahin dort nur ihre Erstimpfung mit Moderna erhalten haben, sollen nach den Plänen von Bund und Ländern die Zweitimpfung in einer Arztpraxis erhalten. Der Impfabstand zwischen Erst- und Folgeimpfung beträgt nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission vier bis sechs Wochen.

Spikevax® ist für Personen ab zwölf Jahre zugelassen und kann ebenso wie der Impfstoff Comirnaty® von BioNTech/Pfizer für Auffrischimpfungen verwendet werden. Diese können nach der Coronavirus-Impfverordnung seit 1. September durchgeführt und abgerechnet werden.

Eine Besonderheit ist die begrenzte Transportzeit des Impfstoffes: Wie der Impfstoff von BioNTech/Pfizer darf auch der Impfstoff von Moderna aufgetaut nur maximal zwölf Stunden transportiert werden. Wieviel Zeit nach dem Transport vom Großhandel über die Apotheken in die Arztpraxen verbleibt, um den Impfstoff gegebenenfalls bei Haus- oder Pflegeheimbesuchen einsetzen zu können, ist in der von den Apotheken jeweils mitgelieferten Begleitinformation aufgeführt.

Weitere Informationen zum Impfen finden Sie in unserem Spezial unter www.hartmannbund.de/impfen