Corona-Expertenrat in Mecklenburg-Vorpommern wird eingesetzt

Mecklenburg-Vorpommern bereitet sich auf ein möglicherweise stark ansteigendes Corona-Infektionsgeschehen im Herbst vor. Es sei Ziel der Landesregierung, einen praktikablen und transparenten Handlungsrahmen zu schaffen, mit dessen Hilfe frühzeitig auf massenhafte Infektionen reagiert werden kann. Das teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag in Schwerin nach einer weiteren Sitzung des von Ressortchefin Stefanie Drese (SPD) eingesetzten Corona-Expertenrats mit. Oberste Priorität habe auch künftig, eine Überlastung des Gesundheitswesens zu vermeiden und die kritische Infrastrukturen sowie besonders gefährdete Personengruppen wirksam zu schützen.

Dem Experten-Gremium gehören elf ständige Mitglieder an, darunter die Medizin-Professoren Nils-Olaf Hübner, Lars Kaderali und Emil Reisinger sowie Vertreter von Verbänden, Behörden, Kliniken und Kommunen. Zu den Beratungen werden jeweils weitere Fachleute hinzugezogen. Nach einer dritten und letzten Sitzung des Expertenrats noch im August soll dem Landeskabinett ein sogenannter Herbst-Winter-Plan vorgelegt werden. Darin würden auch die erwarteten Entscheidungen auf Bundesebene berücksichtigt. Angestrebt werde auch eine genauere Erfassung des tatsächlichen Pandemiegeschehens, hieß es.