Digitaler Impfnachweis: PVS-Modul soll ab Juli bereitstehen

Die niedergelassenen Ärzte können digitale Impfzertifikate aktuell noch nicht ausstellen. Die technischen Voraussetzungen dafür, dass in den Praxen flächendeckend Zertifikate für Geimpfte erstellt werden können, seien noch nicht gegeben, erklärte KBV-Vorstandschef Dr. Andreas Gassen. Nur in Modellprojekten sei das schon möglich.

In den Arztpraxen sollen die Zertifikate direkt aus dem Praxisverwaltungssystem (PVS) erstellt werden, um den Verwaltungsaufwand möglichst gering zu halten. Der Vorteil dieser Lösung ist, dass die für den Impfpass notwendigen Daten nicht noch einmal dokumentiert werden müssen und der QR-Code mit einem Klick generiert werden kann.

Die Bundesregierung hat dazu eine Ausschreibung bei den PVS-Herstellern gestartet mit dem Ziel, dass ein entsprechendes Software-Update zum 30. Juni, spätestens zum 12. Juli bereitsteht. Die Kosten für das Update werden vom Bund finanziert. Einige größere Hersteller haben bereits signalisiert, Ende Juni das Modul bereitstellen zu wollen.

Aufwendiger ist die Erstellung von Impfnachweisen mit dem Impfzertifikatservice des Robert Koch-Instituts (RKI) in der Telematikinfrastruktur, das für Ärzte als Übergangslösung dienen soll. Bei dieser Anwendung müssen die Daten wie Name der Person, Geburtsdatum, Impfstoff, Impfdosis und Impfdatum manuell in ein Online-Formular eingegeben werden, bevor der QR-Code erstellt werden kann. Mehr Informationen dazu gibt es hier.