Empfehlung zur COVID-19-Impfung von Personen mit Immundefizienz und zur Koadministration

Die Ständige Impfkommission hat ihre Empfehlungen zur COVID-19-Impfung bei Personen mit Immundefizienz veröffentlicht. Danach soll diesen Personen etwa sechs Monate nach einer COVID-19-Grundimmunisierung eine zusätzliche Impfstoffdosis eines mRNA-Impfstoffs angeboten werden. Entsprechend den Vorgaben des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) könne die zusätzliche mRNA-Impfstoffdosis mit einem der beiden derzeit zugelassenen mRNA-Impfstoffe erfolgen, unabhängig davon, mit welchem Impfstoff zuvor geimpft wurde.

Bei den meisten Patienten sei diese zusätzliche Impfstoffdosis als Auffrischimpfung (Booster) zu verstehen. Bei einer kleinen Gruppe schwer immundefizienter Personen mit einer erwartbar stark verminderten Impfantwort, wie zum Beispiel bei Patientinnen und Patienten nach Organtransplantation und Krebspatienten unter immunsuppressiver, antineoplastischer Therapie, kann diese zusätzliche Impfstoffdosis als Optimierung der primären Impfserie bereits vier Wochen nach dieser Grundimmunisierung angeboten werden. Über eine Auffrischimpfung nach weiteren sechs Monaten muss im Einzelfall entschieden werden.