Sofortmaßnahmen und Spendenkonten für Betroffene der Hochwasser-Katastrophe

Heftige Überschwemmungen, eingestürzte Häuser, Vermisste und Tote: Die Flutkatastrophe hat im Westen Deutschlands ein Bild der Zerstörung hinterlassen. “Aktion Deutschland Hilft”, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen, ist vor Ort und leistet den Menschen Hilfe.

Spendenkonto:
IBAN: DE62 3702 0500 0000 1020 30
BIC: BFSWDE33XXX,
Bank für Sozialwirtschaft
Spenden-Stichwort: Hochwasser Deutschland

Spendenkonto und Hilfsangebot der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz

Die Wasserfluten haben Praxisinventar mit sich gerissen beziehungsweise ist es nicht mehr funktions- und einsatzfähig. Es fehlt an allem: EKG, Sonografie-Geräte, Laborzubehör, Verbandsmaterialien sowie Mobiliar und vieles mehr. Wer medizinische Sachspenden hat, kann sich gerne per Mail bei der Landesärztekammer melden. Sie hilft bei der Vermittlung.

Die Landesärztekammer bittet zudem betroffene Ärztinnen und Ärzte, sich zu melden, damit Hilfsmöglichkeiten angeboten werden können:

Die Ansprechpartnerin ist
Ines Engelmohr M.A.
Fon 06131 28822-25
Fax 06131 28822-8625
Mobil 0170 4771471
Mail engelmohr@laek-rlp.de

Spendengelder sollen unbürokratisch und eins zu eins an die betroffenen Kolleginnen und Kollegen weitergegeben werden. Geldspenden sind herzlich willkommen auf dem extra hierfür eingerichteten Konto:

Empfänger Landesärztekammer
Mainzer Volksbank
IBAN: DE74 5519 0000 0654 2750 31
BIC: MVBMDE55
Stichwort: Hochwasser

Die Landesärztekammer kann ab einem Betrag von 300 Euro eine Spendenquittung ausstellen. Bei geringeren Beträgen reicht der Kontoauszug mit dem Verwendungszweck „Hochwasser“ als Nachweis aus.

www.laek-rlp.de

Spendenkonto und Hinweise der KV Rheinland-Pfalz

Die Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz will den Opfern der Hochwasser-Katastrophe schnell und unbürokratisch helfen. Daher ruft sie ihre Mitglieder auf, sich an einer Spendenaktion zu beteiligten und so die betroffenen Kolleginnen und Kollegen zu unterstützen.

Geben Sie bei Ihrer Spende bitte folgende Daten ein:

Empfänger: KV RLP
IBAN: DE83 3006 0601 0042 1510 81
Verwendungszweck: Spende Flutkatastrophe

Ab einem Betrag von 300 Euro wird eine Spendenquittung ausgestellt. Bei geringeren Beträgen reicht der Kontoauszug als Nachweis aus.

Zudem wurden Sofortmaßnahmen eingeleitet:

  • Zum einen fragt die KV aktuell Praxen in den betroffenen Regionen ab, um die Übernahme von Patientinnen und Patienten zu regeln. Dabei soll die Mengensteuerung der Versorgung keinesfalls im Wege stehen.
  • Diejenigen, die ihre Räumlichkeiten nicht mehr nutzen können, versucht die KV bei der Suche nach neuen bzw. vorübergehenden Praxisräumen zu unterstützen.
  • Ein wesentlicher Punkt ist auch, dass die Abschlagszahlungen weiterhin gezahlt werden. Kann die Abrechnung nicht erstellt werden, ist eine Honorarermittlung auch als Schätzung möglich.
  • Die KV arbeitet zudem an der Ermöglichung von Ersatzverfahren.

Viele Fragen können zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschließend beantwortet werden. Die KV ist jedoch dabei, Lösungen zu allen auftauchenden Herausforderungen zu finden.

Alle Informationen zu den Hilfsmaßnahmen finden Sie HIER!

Sofortmaßnahmen der KV Nordrhein

Die KV Nordrhein hat entsprechende Sofortmaßnahmen eingeleitet, um die betroffenen Praxen zu unterstützen – hier einige Beispiele:

  • Kurzfristige Praxisverlegungen werden ohne den üblichen bürokratischen Aufwand ermöglicht und die KV Nordrhein unterstützt Praxen bei der Suche nach Übergangsräumlichkeiten.
  • Abschlagszahlungen für die Praxen werden auch weiterhin gezahlt, damit es auf keinen Fall zu Liquiditätsproblemen kommt.
  • Die Hilfsbedarfe können von den Praxen direkt an die KV Nordrhein gemeldet werden – z.B. für das unkomplizierte Verschreiben oder Nachordern von Medikamenten oder Impfstoffen stimmt die KVNO Ausnahmeregelungen direkt mit den Krankenkassen ab.
  • Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, die sich um die Akutversorgung von Opfern der Flutkatastrophe kümmern, sollen unabhängig vom Praxissitz abrechnen können.

Der KV Nordrhein ist außerdem daran gelegen, dass diejenigen, die nach der Flutkatastrophe eine psychotherapeutische Behandlung benötigen, diese auch so zeitnah wie möglich bekommen. Eine gezielte Vermittlung ist zurzeit noch in Vorbereitung und wird über die 116 117 möglich sein. Darüber können sich Patientinnen und Patienten voraussichtlich ab morgen auch über eine Vertretungspraxis informieren, wenn die eigene Stammpraxis aufgrund von Hochwasserschäden geschlossen oder nicht erreichbar ist.

Alle Informationen finden Sie HIER!

Die KV Nordrhein hat ebenfalls für die betroffenen Praxen ein Spendenkonto ins Leben gerufen und bittet alle Mitglieder, sich daran zu beteiligen. Das Konto ist bei der Deutschen Apotheker- und Ärztebank eingerichtet worden:

Spendenkonto Hochwasserkatastrophe
Empfänger: Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein
IBAN: DE84 3006 0601 0031 4179 16
Verwendungszweck: Spendenkonto Fluthilfe

Ab einem Spendenbetrag von 300 Euro erhalten Sie von uns eine Spendenquittung. Bei geringeren Beträgen reicht der Kontoauszug ihrer Bank als Nachweis aus.

https://www.kvno.de/

Ärztekammer Nordrhein: Hinweise zum Umgang mit beschädigten Patientenakten

Aufgrund der aktuellen Lage in den vom Hochwasser betroffenen Gebieten können insbesondere auch ärztliche Aufzeichnungen in Mitleidenschaft gezogen worden sein (nasse oder verschlammte Patientenunterlagen).

Zunächst gilt, dass jeder Ärztin/jedem Arzt die Verpflichtung obliegt, die Patientendokumentation ordnungsgemäß entsprechend den vorgesehenen Aufbewahrungsfristen aufzubewahren. Aus § 630 f Abs. 1 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) ergibt sich, dass eine Dokumentation auf digitalen Medien gesetzlich zulässig ist. Auch im Vertragsarztrecht ist eine elektronische Dokumentation bereits gesetzlich vorgesehen (§ 57 Abs. 2 S. 2 BMV-Ä). Eine vergleichbare Regelung befindet sich in § 10 Abs. 5 Berufsordnung für die Nordrheinischen Ärztinnen und Ärzte, wonach das Speichern von Patientendaten in elektronischer Form ebenfalls möglich ist, sofern die Ärztin/der Arzt besondere Sicherungs- und Schutzmaßnahmen ergreift, um deren Veränderung, Vernichtung oder unrechtmäßige Verwendung zu verhindern. Das bedeutet grds. für die Arztpraxen, die bereits jetzt eine digitale Patientenakte und –dokumentation vorhalten und die Papierdokumente aus Gründen der Beweissicherung noch (-im Keller o.ä.) vorgehalten haben, dass die nun durch das Ereignis zerstörten Unterlagen datenschutzkonform entsorgt werden können. Wir empfehlen einen entsprechenden Nachweis (z.B. Fotos) zur Dokumentation vor der Vernichtung zu fertigen.

Sollte nun aufgrund des Hochwassers oder eines Rohrbruchs eine vor Ablauf der Aufbewahrungsfrist notwendige Vernichtung von Unterlagen anstehen, empfehlen wir den betroffenen Ärztinnen und Ärzten sorgfältig zu prüfen, ob die (papierenen) Patientenunterlagen, die durch das Ereignis in Mitleidenschaft gezogen worden sind, noch weiter aufbewahrt werden können, weil mit der Vernichtung Rechtsnachteile verbunden sein könnten (grundsätzlich Beweislastumkehr in einem Schadensersatzprozess wegen des Verdachts eines Behandlungsfehlers). Sofern sie tatsächlich nicht mehr verwendbar sein sollten (z. B. nicht mehr lesbar), empfehlen wir eine ausreichende Dokumentation über den Zustand der Dokumente (z. B. Fotos, Niederschriften, Einbeziehung von Zeugen). Wir empfehlen auch, die Berufshaftpflichtversicherung über die Umstände zu informieren.

Im Falle einer anstehenden Vernichtung sollten die Unterlagen an ein Fachunternehmen übergeben werden. Das Fachunternehmen kann im Vorfeld auch Auskunft darüber geben, ob die Papierdokumentation anderweitig „gerettet“ werden kann, denn eine Entsorgung kann nur die letzte Konsequenz sein. Die Vernichtung hat unter Beachtung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen und der Bestimmungen zur Schweigepflicht zu erfolgen, für die die Ärztin/der Arzt verantwortlich bleibt.

Nach eingeholter Auskunft nimmt die Firma documentus Köln GmbH, Wankelstraße 14, 50996 Köln und documentus GmbH Bonn, Gimmersdorfer Straße 89, 53343 Wachtberg bis zu 1 qm3 Papierunterlagen an und stellt eine entsprechende Vernichtungsbescheinigung aus. Informieren Sie sich bitte im Vorfeld unter folgendem Links:

https://www.documentus-koeln.de

http://www.documentus-bonn.de