Impf- und Genesenenzertifikate: Praxen können neue Alternative zur Ausstellung nutzen

Mit dem sogenannten Desktop-Client erhalten Praxen eine weitere Möglichkeit, offizielle COVID-19-Zertifikate für geimpfte oder genesene Personen auszustellen. Ärzten, die keine Lösung über ihr Praxisverwaltungssystem haben, ermöglicht das Programm eine automatisierte Übernahme der Personendaten von der elektronischen Versichertenkarte.

Mit der neuen Anwendung soll das Ausstellen der Impf- und Genesenzertifikate im Vergleich zur Webanwendung des Robert Koch-Instituts komfortabler möglich sein und eine manuelle Eingabe der Patientenstammdaten entfallen, wie die Firma IBM mitteilte.

IBM hat den Desktop-Client (auch „Komfort-Client“) im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) entwickelt und stellt diesen kostenfrei bereit. Voraussetzung für die Nutzung ist der Zugang zur Telematikinfrastruktur sowie eine Internetverbindung.

Der Vorteil des Desktop-Clients gegenüber der herkömmlichen Webanwendung ist IBM zufolge, dass die Personendaten automatisch durch die Integration des elektronischen Kartenterminals befüllt werden. Die Daten müssten so nicht mehr per Hand eingetragen werden.

Praxen können die Anwendung online herunterladen. Die Konfiguration muss nach Angaben von IBM durch einen IT-Techniker vorgenommen werden.

Hinweise zur Abrechnung

Praxen, die Impf- oder Genesenenzertifikate mit dem neuen Desktop-Client ausstellen, können hierfür 2 Euro abrechnen (Übersicht zur Abrechnung und Vergütung).

Auffrischimpfungen: PVS-Update für Impfzertifikat

Für Arztpraxen, die Impfzertifikate direkt aus dem PVS erstellen, gibt es Neuigkeiten: Wie das BMG mitteilte, stellen inzwischen fast alle PVS-Hersteller, die an der entsprechenden BMG-Ausschreibung im Sommer 2021 teilgenommen haben, ein Update bereit, mit dem Zertifikate auch für Auffrischimpfungen ausgestellt werden können.