Kabinett verständigt sich auf neue Leitindikatoren für Corona-Verordnung

Das Brandenburger Kabinett wird voraussichtlich am Dienstag kommender Woche (14. September 2021), und damit eine Woche früher als bisher geplant, eine neue Corona-Verordnung (Dritte SARS-CoV-2-Umgangsverordnung) beschließen. Vor dem Hintergrund der geplanten Änderungen im Infektionsschutzgesetz, die in dieser Woche von Bundestag und Bundesrat beschlossen werden sollen, hat sich das Kabinett heute auf Leitindikatoren verständigt.

So soll die landesweite Sieben-Tage-Hospitalisierungs-Inzidenz die Sieben-Tage-Inzidenzen der Landkreise und kreisfreien Städte als Leitindikator ablösen. Außerdem soll der gestrige Beschluss der Konferenz der Gesundheitsministerinnen und Gesundheitsminister zu Quarantäne in Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen berücksichtigt werden.

Geplant ist, dass sich die Regelungen zur Eindämmung der Pandemie zukünftig an folgenden Indikatoren ausrichten:
• Landesweite Sieben-Tage-Hospitalisierungs-Inzidenz (Anzahl der täglich neu zur stationären Behandlung aufgenommenen Patienten, die SARS-CoV-2 positiv sind, je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen)
• Sieben-Tage-Inzidenz (Anzahl der an das RKI übermittelten COVID-19-Fälle pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen)
• Verfügbare intensivmedizinische Behandlungskapazitäten und deren Auslastung (landesweite Betrachtung)
• Anzahl geimpfter Personen

Anhand dieser Indikatoren erfolgt durch die Landesregierung eine Gesamtbetrachtung zur Einschätzung der pandemischen Lage, woraus wiederum Regelungen abgeleitet werden.