Landesregierung stellt 2,4 Millionen Euro für Pandemieforschung zur Verfügung

Das Gesundheitsministerium fördert mit 2,4 Millionen Euro Forschungsprojekte zum Infektionsgeschehen in der Corona-Pandemie in Nordrhein-Westfalen. Das Ziel ist, Erkenntnisse zu sammeln, um im Falle einer weiteren Corona-Welle im nächsten Winter effektiver und effizienter handeln zu können.

Mit der Förderung sollen bisherige Lücken beim Verständnis des Infektionsgeschehens und bei möglichen Schutzmaßnahmen geschlossen werden. Konkret werden dabei folgende Fragestellungen untersucht:

  • Wie hoch ist die Immunität gegen das SARS-CoV-2-Virus in der Gesamtbevölkerung?
  • Welche Verbreitungswege nimmt das Virus?
  • Wie verändert sich die Immunität nach einer Impfung gegen SARS-CoV-2?
  • Wie gestaltet sich die Impfinanspruchnahme in der Bevölkerung?

Die Fördergelder wurden jetzt vom Projektträger Jülich im Auftrag des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales an den bereits bestehenden Forschungsverbund VIRus-ALlianz (VIRAL) NRW vergeben. Dieser ist ein Zusammenschluss der virologischen Institute an den universitätsmedizinischen Standorten in Nordrhein-Westfalen (Bielefeld, Bochum, Bonn, Düsseldorf, Essen, Köln, Münster), der sich der Erforschung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten widmet. Durch die Vernetzung der wissenschaftlichen Aktivitäten in Nordrhein-Westfalen mit koordinierten Forschungsprojekten sollen wichtige Synergien zur Bekämpfung von Corona geschaffen werden.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler knüpfen dabei an bereits bestehende Forschungsprojekte an, so dass Anfang Herbst erste Zwischenergebnisse zu erwarten sind.