Protestaktion: Neupatientenregelung muss bleiben!

Dass sich aus der Mischung aus der vom Bundesgesundheitsminister geplanten Streichung der Neupatientenregelung und dem Null-Runden-„Angebot“ der Krankenkassen zum Auftakt der Honorarverhandlungen eine ungute Gemengelage für die wirtschaftliche Situation der Kolleginnen und Kollegen in den Praxen ergibt, dazu haben wir in den letzten Wochen – auch öffentlich – klare Worte gefunden. Nun gilt es, Optionen und Methoden auszuloten, um (an der richtigen Stelle) Überzeugungsarbeit zu leisten und ggfs. den notwendigen Druck zu erzeugen, um die Dinge noch zum Guten, wenigstens aber zum Besseren zu wenden.

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und auch einige KVen (z. B. Berlin) haben inzwischen erste Aktionen vorbereitet. Dabei geht es zunächst um die geplante Änderung des TSVG (hier: Neupatientenregelung). So wird die KBV am 9. September eine online-Protestveranstaltung durchführen und ruft zudem bundesweit die Kolleginnen und Kollegen dazu auf, einen offenen Brief an den Bundesgesundheitsminister Prof. Dr. Karl Lauterbach zu unterzeichnen, um für entsprechende Änderungen ein deutliches Zeichen zu setzen – letztlich für Ihre Patientinnen und Patienten.

Bitte nutzen Sie Ihre Gelegenheit, dem Bundesgesundheitsminister klarzumachen, dass der vorliegende Gesetzentwurf die Aufrechterhaltung der ambulanten medizinischen Versorgung gefährdet und deshalb die geplanten Änderungen am TSVG im Gesetzentwurf für das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz wieder gestrichen werden müssen. Der Hartmannbund sieht darüber hinaus vor allem in der Ansprache der Bundestagsabgeordneten einen Hebel, um das Gesetz noch zu kippen. Denn nachdem das Kabinett den Lauterbach-Entwurf durchgewinkt hat, schlägt im Gesetzgebungsverfahren jetzt die Stunde des Parlamentes.

Der Hartmannbund wird Sie über den Stand der Entwicklungen auf dem Laufenden halten und sich vor und hinter den Kulissen dafür einsetzen, dass Sie in Ihren Praxen unter angemessenen und fairen Bedingungen für Ihre Patientinnen und Patienten da sein können.

HIER geht es zum offenen Brief!