Simulations- und Trainingszentrum am Medizincampus Chemnitz eröffnet

Medizinstudierende können in Chemnitz fortan früh im Studium praktische Behandlungssze­narien trainieren. Am Klinikum wurde dafür eine ganze Station als „Skills Lab“ aufgebaut und mit moderner Technik ausge­stattet. Als Patienten dienen digital gesteuerte Puppen, sogenannte Phantome. An ihnen werden reali­täts­­nah Körperfunktionen simuliert wie Atmung und Puls. Auf diese Weise könnten Krankheitsbilder nach­ge­stellt werden. Im Skills Lab stehen sechs modern ausgestattete und flexibel nutzbare Räume zur Verfügung. Dafür wurde innerhalb nur eines halben Jahres die frühere Angiographie des Klinikums umgebaut. Anschließend erfolgte die Ausstattung mit hochwertiger Medizin- und IT-Technik, etwa für die OP-Simulation oder unterschiedliche Behandlungsszenarien einer Intensivstation.

Hintergrund ist der vergangenen Herbst gestartete Modellstudiengang Humanmedizin. Er wird von der Technischen Universität Dresden angeboten, ist aber in Chemnitz angesiedelt. Der Modellstudiengang ist ein Medizinstudium nach der Approbationsordnung für Ärzte, das seit 2020 angeboten wird. Für die künftigen Jahrgänge von etwa 50 Studierenden wurde ein spezielles kompetenzorientiertes Auswahlverfahren entwickelt, welches individuelle, multimodale Interviews beinhaltet. Die gezielt ausgewählten Studierenden werden durch das innovative Curriculum des Modellstudiengangs zu einer Generation von Ärztinnen und Ärzten ausgebildet mit Kompetenzen für eine digital-vernetzte Medizin.