Viele Medizinstudierende an Kliniken lange ungeimpft

Medizinstudierende wurden in vielen Kliniken bei der Impfkampagne vernachlässigt. Das zeigt eine Umfrage von bvmd und der Initiative „Impf Dich“. Insgesamt haben 4313 Medizinstudierende aus ganz Deutschland teilgenommen. Die Medizinstudierenden beantworteten im Zeitraum vom 30.03.2021 bis zum 18.04.2021 unter anderem Fragen zum Infektionsstatus, Impfbereitschaft und Risikowahrnehmung. Sie machten zum Teil die Krankenhäuser, die med. Fakultäten und die Politik für die Ungleichbehandlung gegenüber dem restlichen Personal verantwortlich.

Insbesondere Medizinstudierende im PJ waren dauerhaft in Krankenhäusern und in der Gesundheitsversorgung im Einsatz und hatten entsprechend (Risiko-) Patientenkontakt. In dieser Gruppe gaben 75,8% an, Kontakt zu akuten COVID-19-Fällen im Rahmen des Praktischen Jahres gehabt zu haben. Knapp 60% der PJ-Studierenden gaben eine Arbeitszeit von mehr als 25% und 28% sogar eine Arbeitszeit von über 50% im Arbeitsbereich der Impf-Prioritätsgruppe 1 gemäß STIKO an.

Aus den Daten der COVRAM-Studie lässt sich außerdem schließen, dass die Medizinstudierenden im Praktischen Jahr (PJ) fast doppelt so häufig infiziert waren, wie die Gesamtheit der Medizinstudierenden, deren Infektionsrate sich ungefähr auf dem Niveau der entsprechenden Altersgruppe in Deutschland zu dem Zeitraum befand. Insbesondere die Gruppe der PJ-Studierenden an Universitätskliniken mussten lange ohne Impfung auskommen: 25% der PJler, die als Arbeitsort ein Universitätsklinikum und 10,7%, die als Arbeitsort ein anderes Klinikum angegeben haben, waren zum Zeitpunkt der Umfrage noch gänzlich ungeimpft.

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