Zielmarke mit 30.000 eRezepten erreicht – jetzt Praxistest

Nach Erreichen der Zielmarke von 30.000 elektronischen Rezepten vor wenigen Tagen steht nunmehr der Praxistest an. Die Gesellschafter der gematik haben im Frühjahr beschlossen, das eRezept in drei Testphasen stufenweise zu erproben, bevor es flächendeckend ausgerollt und verpflichtend eingeführt wird. Los geht es ab September in den Regionen der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) Westfalen-Lippe und Schleswig-Holstein, wo Arztpraxen freiwillig das eRezept einsetzen und testen können. In Phase 2 soll der Test auf sechs weitere KV-Regionen erweitert werden, danach auf die restlichen Regionen. Feste Fristen gibt es nicht. Entscheidendes Kriterium sei, dass alle Prozesse vom Ausstellen des Rezeptes über das Einlösen bis hin zur Abrechnung reibungslos funktionierten.

Die Arztpraxen in Deutschland stellen jedes Jahr insgesamt rund 450 Millionen Rezepte aus. Allein in den neun Monaten, in denen die von der gematik angeführten 30.000 eRezepte von einigen wenigen Praxen ausgestellt und von den Krankenkassen abgerechnet wurden, wurden in den Praxen 338 Millionen Papierrezepte überreicht. Damit Patienten das eRezept komplett digital nutzen können, benötigen sie eine elektronische Gesundheitskarte nebst PIN, mit der sie die App für das eRezept nutzen können. Ansonsten erhalten sie weiter einen Papierausdruck – mit einem QR-Code.