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09.05.2018 // Erfurt

121. Deutscher Ärztetag

Zur Eröffnung des 121. Deutschen Ärztetages in Erfurt hat Gesundheitsminister Jens Spahn die Ärzteschaft dazu aufgefordert, sich konstruktiv auch in die Debatte über jene Projekte einzubringen, die nicht auf ihrer Wunschliste stünden, von der Politik aber „abzuarbeiten“ seien. Beispiele: Terminservicestellen, Erweiterungen der Sprechstunden. Mit Blick auf die Sicherstellung der künftigen Versorgung rief Spahn die Länder zur Schaffung zusätzlicher Studienplätze auf. Besonders intensiv fiel der Appell des Gesundheitsministers beim Thema Fernbehandlungsverbot aus. Die Ärzteschaft sei gut beraten, hier einer Lockerung zuzustimmen, wolle man nicht auf Dauer Unternehmen wie Amazon oder Google das Spielfeld überlassen.

In den nächsten Tagen wird sich der DÄT neben dem Fernbehandlungsverbot u.a. mit der Versorgung psychischer Erkrankungen aus ärztlicher Sicht sowie der Novellierung von GOÄ und Musterweiterbildungsordnung befassen. HB-Anträge gibt es zum Beispiel zur Digitalisierung, zur notwendigen Umstrukturierung der Notfallversorgung sowie zur Weiterbildung und zu ärztlichen Arbeitsbedingungen. Das 33,3 Prozent-Zulassungsmodell als Alternative zum NC und die Forderung nach einer bundesweit einheitlichen Aufwandsentschädigung im Praktischen Jahr in Höhe des BAföG-Höchstsatzes stehen für die Studierenden auf der Tagesordnung.

Den aktuellen Stand zu bereits vollständig erfassten Anträgen finden Sie hier.

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