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20.06.2017 // KBV

Ab 1. Juli neues Formular für Präventionsempfehlungen

© KBV

Wenn Vertragsärzte bei ihren Patienten verhaltensbezogene Risikofaktoren für bestimmte Erkrankungen feststellen, können sie ab 1. Juli über ein neu eingeführtes Formular entsprechende Leistungen zur verhaltensbezogenen Prävention empfehlen. Das betrifft zum Beispiel Bewegungs- und Ernährungsgewohnheiten, Stressmanagement und Suchtmittelkonsum. Patienten können die Empfehlung bei ihrer Krankenkasse einreichen, die diese bei ihrer Leistungsentscheidung berücksichtigen muss. Es ist Patienten aber auch weiterhin möglich, ohne eine ärztliche Präventionsempfehlung entsprechende Leistungen oder Zuschüsse bei ihrer Krankenkasse zu beantragen.

Die Einführung des neuen Formulars geht auf einen Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses vom 21. Juli 2016 zurück, womit ein gesetzlicher Auftrag aus dem Präventionsgesetz umgesetzt wird. Bei der Präventionsempfehlung handelt es sich nicht um eine ärztliche Verordnung im Sinne einer veranlassten Leistung, sondern lediglich um eine Empfehlung, mit der ein Patient die entsprechende Leistung bei seiner Krankenkasse beantragen kann. Krankenkassen sollen damit aber stärker gefordert werden, entsprechende Sportkurse oder Ernährungsberatungen und ähnliche Präventionsangebote vorzuhalten oder finanziell zu fördern. Die Angebote müssen festgelegte Qualitätsvorgaben nach Paragraf 20 SGB V erfüllen.

Praxen können das neue Formularmuster 36 über die gewohnten Bezugswege bestellen. Ab 1. Juli soll es auch in den Praxisverwaltungssystemen hinterlegt sein.

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