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26.05.2017 // 120. Deutscher Ärztetag

Ärztekammern sollen Weiterbildung kontinuierlich evaluieren

Die Ärztekammern sollen die Weiterbildung kontinuierlich evaluieren und sind aufgefordert, jeglichen politischen Bestrebungen, die ärztliche Weiterbildung unter dem Aspekt der Sicherstellung der Versorgung strukturieren oder gar limitieren zu wollen, entschieden entgegenzutreten. Die Hoheit über die ärztliche Weiterbildung müsse bei den Ärztekammern liegen. Das haben die Delegierten des 120. Deutschen Ärztetag in Freiburg klargestellt und die Landesärztekammern aufgefordert, ihrer Verpflichtung zur kontinuierlich und systematisch Erfassung der Qualität der Weiterbildung – zum Beispiel im Rahmen von Evaluationen – auch nachzukommen und auf Verbesserungen hinzuwirken. Bei der Erteilung und Verlängerung von Weiterbildungsbefugnissen müssten diese Evaluationsergebnisse berücksichtigt werden, so der Ärztetag.

Der von Hartmannbund-Delegierten eingebrachte Beschlussantrag reagiert damit auf die Tatsache, dass seit dem Beschluss des Vorstands der Bundesärztekammer im November 2012, die Evaluation der Weiterbildung aus Kostengründen nicht mehr bundesweit durchzuführen, sondern dies den Landesärztekammern zu überlassen, lediglich acht Evaluationen stattgefunden haben – davon zwei in Westfalen-Lippe. Damit drohe dieses wichtige Instrument zur Bekämpfung von Defiziten in der Weiterbildung und das damit bislang erworbene Know-how verloren zu gehen, heißt es in der Begründung. Dies habe Folgen für die Qualität der Weiterbildung. Eine regelmäßige und kontinuierliche Evaluation der Weiterbildung sei ein wichtiges Instrument zur Sicherung und Verbesserung der Qualität der ärztlichen Weiterbildung. So hatten die ersten beiden bundesweiten Befragungen in den Jahren 2009 und 2011 in wesentlichen Bereichen Defizite offenbart, wie etwa im Falle kaum strukturierter Weiterbildungspläne und unbefriedigender Arbeits- und damit Weiterbildungsbedingungen. (stp)

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