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28.03.2017 // GKV-Finanzierung

Alternde Bevölkerung: Wirtschaftsinstitut warnt vor Finanzierungslücke

Der demografische Wandel führt bei gleichbleibendem Leistungsniveau und stabilen Beitragssätzen zu einer Finanzierungslücke in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung. Davor warnt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln. Demnach würden die Ausgaben in den nächsten Jahrzehnten aufgrund der alternden Bevölkerung steigen, die Einnahmen jedoch sinken, weil es immer weniger erwerbstätige Beitragszahler gibt. Bis 2030 prognostizieren die Studienautoren in der gesetzlichen Krankenversicherung ein Defizit von 36 Milliarden Euro pro Jahr, bis 2040 rechnen sie mit 51 Milliarden Euro. In der Pflegeversicherung fehlten den Berechnungen zufolge im Jahr 2030 jährlich knapp acht Milliarden Euro und 2040 etwa zehn Milliarden Euro. Soll das Leistungsniveau gleichbleiben, sei daher langfristig mit einer deutlichen Erhöhung der Krankenkassenbeiträge auf 19,2 Prozent und der Beiträge zur Pflegeversicherung auf 3,2 Prozent im Jahr 2040 zu rechnen. (stp)

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