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22.03.2017 // Bertelsmann-Projekt „Weisse Liste“

Analyse: Arztbewertungen können Qualitätsaspekte verlässlich abbilden

Noch werden Arztbewertungsportale wenig genutzt. Ihre Bedeutung für die Abbildung von Qualitätsaspekten sehen Wissenschaftler der Bertelsmann-Stifdtung jedoch als erwiesen an. 60 Prozent der Nutzer von Arztbewertungsportalen haben sich aufgrund dort gefundener Informationen schon einmal für einen bestimmten Arzt entschieden, 43 Prozent dagegen. Das ist das Ergebnis einer Online-Umfrage des TNS-Emnid-Instituts im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung für eine Analyse des Projekts „Weisse Liste“ hervor. Demnach ist auch der Einfluss von Bewertungen auf jüngere Patienten größer. In der Gruppe unter 40-jährigen Portalnutzer gaben 70 Prozent an, dass die Arztbewertung ausschlaggebend bei der Entscheidung für einen Arzt war. Allerdings gab nur ein Viertel der Befragten an, schon einmal ein Bewertungsportal zur Arztsuche genutzt zu haben, und nur jeder zwölfte Nutzer hat dabei auch einen Arzt bewertet. Ziel der Analyse war herauszufinden, welche Bedeutung die in Bewertungsportalen veröffentlichten Erfahrungen von Patienten mit der Qualität niedergelassener Ärzte haben.

„Die Veröffentlichung von Qualitätsdaten kommt nicht nur bei den Patienten an. Sie beeinflusst auch die Entscheidung und kann indirekt zu einer Verbesserung der Versorgungsqualität beitragen“, lautet das Fazit von Martin Emmert von der Universität Erlangen-Nürnberg und Mitautor der Analyse. Im Idealfall unterstütze öffentliche Qualitätsberichterstattung Wahlentscheidungen von Patienten und erzeuge einen fairen Qualitätswettbewerb der Gesundheitsanbieter. „Noch werden diese Effekte aber nicht als Chance für den ambulanten Sektor erkannt, noch mangelt es in Deutschland an Transparenz in diesem Bereich“, so Emmert.

Roland Rischer, ebenfalls einer der Autoren und Geschäftsführer der Weissen Liste, die selbst ein eigenes Arztbewertungsportal betreibt, fordert einen gezielten Ausbau der  Transparenz im ambulanten Sektor im Sinne der Patienten. Bislang sei die Qualität der Bewertungsportale sehr unterschiedlich, heißt es in der Analyse. So fehle „ein  systematischer Diskurs über den richtigen Ansatz für das Public Reporting“. Grundsätzlich seien Arztbewertungen jedoch in der Lage, Qualitätsaspekte verlässlich abzubilden. (stp)

Arztbewertungen – Patientenerfahrungen sind für Public Reporting im ambulanten Sektor zentral

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