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Aktuelle Meldungen

18.11.2016 // Studie der Hans-Böckler-Stiftung

Analyse zur politischen Umsetzbarkeit der Bürgerversicherung

Die Einführung einer Bürgerversicherung könnte im Bereich der privaten Krankenversicherung (PKV) im ungünstigsten Fall zu einem Verlust von bis zu 51.000 Arbeitsplätzen führen. Das geht aus einer aktuellen Studie der Hans-Böckler-Stiftung hervor. Ziel der Untersuchung war, in Hinblick auf die politische Umsetzbarkeit einer Bürgerversicherung mögliche Szenarien bei einer entsprechenden Umgestaltung des Versicherungsmarktes zu analysieren und dabei sowohl die Auswirkungen auf die Versicherten und den Versicherungsmarkt als auch auf die Beschäftigten zu berücksichtigen. Die politisch realistischen Szenarien hingegen würden innerhalb eines Zeitraums von zehn Jahren nur noch zu einem Abbau von 27.000 Stellen führen oder – wenn das Beihilfesystem vollständig erhalten bliebe – von lediglich 22.700 Stellen. Das Szenario mit einem Wegfall von bis zu 51.000 Stellen stuft die Studie hinsichtlich der politischen Umsetzbarkeit selbst als „wenig realitätsnah“ ein.

Auswirkungen hätte die Einführung der Bürgerversicherung auch auf die Einnahmen von selbständig tätigen Ärztinnen und Ärzten in der ambulanten Versorgung. Hier prognostiziert die Studie Honorarverluste. Zum Ausgleich schlagen die Autoren „kompensatorische Maßnahmen“ in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) vor, um das Vergütungsvolumen in der Summe annähernd konstant zu halten. Dadurch würde zwar der GKV-Leistungsumfang im Vergleich zur PKV „tendenziell aufgewertet“, jedoch auch die „Versicherten- bzw. Beschäftigtenverluste in der PKV tendenziell verstärkt“. (stp)

Studie „Transformationsmodelle einer Bürgerversicherung“

Pressemeldung des Hartmannbundes vom 7. Oktober 2016

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