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25.05.2017 // 120. Deutscher Ärztetag

Angemessene Finanzierung für sektorenübergreifende Weiterbildung

Der Deutsche Ärztetag in Freiburg hat sich für eine sektorenübergreifende Strukturierung der Weiterbildung ausgesprochen. Dieser sich bereits im aktuellen Entwurf für eine Novelle der Musterweiterbildungsordnung wiederfindende Ansatz soll dazu dienen, den sich weiterbildenden Ärztinnen und Ärzten eine breite Facharztkompetenz im stationären wie im ambulanten Bereich vermitteln zu können. Hintergrund der Forderung ist, dass die jungen Ärztinnen und Ärzte „in allen Versorgungsbereichen ganz wesentlich zur ärztlichen Versorgung“ beitrügen. Deutlich mehr Leistungen würden heute ambulant erbracht, und grundsätzlich werde die Versorgung zunehmend sektorenübergreifend zu organisieren sein. Der Ärztetag folgt damit auch Forderungen des Hartmannbundes. Die Hauptversammlung forderte bereits 2013, die ärztliche Weiterbildung sektorenübergreifend zu organisieren.

Entsprechend – so der Beschluss des Deutschen Ärztetages – müsse die Finanzierung der Weiterbildung auch weiterentwickelt werden. So sollten sich die Gehälter der sich weiterbildenden Ärztinnen und Ärzte „im ambulanten Bereich auch durch die von ihnen bei der Versorgung von Patientinnen und Patienten erbrachten ärztlichen Leistungen“ refinanziert werden. Zudem müsste künftig der Supervisionsaufwands des Weiterbildungsbefugten/-ermächtigten bei der Finanzierung zusätzlich berücksichtigt werden. Inwiefern allerdings damit Anpassungen der Finanzierung auch im stationären Sektor notwendig sind, lässt der Beschluss offen. Einen Antrag, der forderte, das Fördermittelmodell abzulösen und durch Regelungen zu ersetzen, die eine „tarifkonforme Vergütung“ der sich weiterbildenden Ärztinnen und Ärzte „auch in der ambulanten Versorgung ermöglichen, indem die Versorgungsleistung dieser Ärztinnen und Ärzte durch die Kostenträger angemessen bezahlt wird“, überwiesen die Delegierten an den Bundesärztekammervorstand.

Grundsätzlich müssen die Weiterbildungsstätten die Gehälter der bei ihnen angestellten Weiterbildungsassistenten aus ihren Einnahmen finanzieren. Da in der ambulanten Versorgung jedoch bei der Behandlung von GKV-Patienten der Facharztstatus gilt – im stationären Sektor gilt lediglich Facharztstandard – und somit Leistungen von sich weiterbildenden Ärztinnen und Ärzten hier auch nicht abgerechnet werden können, zahlen die Kassenärztlichen Vereinigungen allgemeinmedizinischen und seit 2016 auch grundversorgenden fachärztlichen Praxen auf Antrag Fördermittel. Im vergangenen Jahr  stiegen die Fördersätze zudem auf 4.800 Euro monatlich, zuvor waren es 3.600 Euro. Kliniken finanzieren die Weiterbildung derzeit weitgehend über ihre Einnahmen, die sich auch aus den Leistungen der jungen Ärztinnen und Ärzte speisen. Die Facharztweiterbildung fließt lediglich als Faktor in die Berechnung der DRG ein.

Die Ärztetagsdelegierten betonen in dem Beschluss, dass sich die zu erarbeitenden Finanzierungskonzepte an den Weiterbildungsordnungen orientieren müssten, denn die „Definition und Regulierung der ärztlichen Weiterbildung obliegt nach den Heilberufe- und Kammergesetzen der Länder den (Landes-)Ärztekammern“, heißt es zur Begründung. Entsprechend seien die Bundesärztekammer und die Landesärztekammern aufgrund ihrer Verantwortung für die ärztliche Weiterbildung und Berufsaufsicht bei der Erarbeitung von Lösungen auch „zwingend zu beteiligen“. (stp)

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