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23.06.2016 // Kein Wachstum in der PKV

Angst vor Beitragssteigerung hemmt Neukundengeschäft

In der Privaten Krankenversicherung gibt es in naher Zukunft keine Trendwende bei der Zahl der Vollversicherten. Das geht aus einer Prognose der Rating-Agentur Assekurata hervor. Die Zahl der privat Vollversicherten sinkt seit Jahren stetig, obwohl die Abgänge zur Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) im Geschäftsjahr 2014 deutlich gesunken und mit 145.700 auf dem niedrigsten Stand seit 2009 gewesen sind. Dafür macht die Ratingagentur weniger Zugänge durch einen Wechsel von der GKV in die PKV, einen konstanten Rückgang bei Kindernachversicherungen sowie eine stetige Zunahme der Todesfälle verantwortlich.

Das Neukundengeschäft hingegen stagniere: Die aktuelle Verunsicherung sowohl bei den potenziellen Kunden als auch bei den Vermittlern vor unbezahlbaren PKV-Beiträgen im Alter scheine im Zuge der Niedrigzinsphase zu groß, erläuterte  Gerhard  Reichl,  Fachkoordinator Krankenversicherung  und  Autor  der  Untersuchung in einer Mitteilung. Ein Wachstum sei in der Vollversicherung damit nicht in Sicht, heißt es weiter. Allerdings zeigten die Analysen auch, dass es der PKV derzeit gelinge, das Prämienniveau im Alter bezahlbar zu halten. Langfristig seien jedoch spürbare Beitragssteigerungen zu erwarten. Das liege an sinkenden Rechnungszinsen und vor allem auch an den Auswirkungen des zweiten Pflegestärkungsgesetzes, was aufgrund eines Sonderanpassungsrechtes auch für Alttarife gelte.

Positiv auf die Beitragsentwicklung wirke sich die vertagte GOÄ-Reform aus, die nicht mehr in dieser Legislaturperiode erwartet wird. (stp)

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