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21.01.2020 // Referentenentwurf

Apps auf Rezept: Behörde soll 122 Aspekte einer Anwendung prüfen

Im Ende 2019 in Kraft getretenen Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG) ist festgelegt, dass bestimmte Gesundheitsanwendungen wie Apps künftig von Krankenkassen bezahlt werden müssen, wenn ein Arzt sie verschreibt. Um Erstattungsfähig zu sein, müssen die Anwendungen Mindestanforderungen entsprechen. Aus dem jetzt vorliegenden Referentenentwurf einer Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums geht nun hervor, welche diese sind.

Um in ein Verzeichnis beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) aufgenommen zu werden, prüft die Behörde mit Hilfe eines Fragenkatalogs 122 Aspekte der Anwendung. Dabei geht es um Datenschutz, Funktionalität und Patientensicherheit – die Anwendungen müssen einen medizinischen Mehrwert aufweisen, so zum Beispiel den Gesundheitszustand verbessern, die Krankheitsdauern verkürzen oder die Lebensqualität verbessern. Eine Anwendung kommt nur in die Erstattungsfähigkeit, wenn alle Fragen positiv beantwortet werden. Bis zum 1. Januar 2021 soll das Verzeichnis Online zur Verfügung stehen.

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