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Aktuelle Meldungen

29.04.2016 // GKV mit Milliardendefizit

Ausgaben steigen stärker als Einnahmen

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) hatte im vergangenen Jahr erneut höhere Ausgaben als Einnahmen. Das Defizit für 2015 beläuft sich auf 3,1 Milliarden Euro, im Jahr zuvor waren es noch 1,2 Milliarden Euro. Das geht aus aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor. Demnach beliefen sich die Einnahmen der GKV im Jahr 2015 auf insgesamt 212,3 Milliarden Euro. Das sind zwar 3,4 Prozent mehr im Vergleich zum Vorjahr, was die Statistiker auf die anhaltend positive Lohn- und Beschäftigungsentwicklung zurückführen, jedoch stiegen die Ausgaben gleichzeitig um 3,9 Prozent auf 215,4 Milliarden Euro und damit weiterhin stärker als die Einnahmen. 2012 lagen die Ausgaben noch bei 184,5 Milliarden Euro. Das ist ein Anstieg von fast 17 Prozent in nur drei Jahren. Im Jahr 2013 verzeichnete die GKV noch Überschüsse in Höhe von 1,2 Milliarden Euro bei einem Ausgabevolumen von 194,4 Milliarden Euro, 2012 betrug das Plus sogar 5,07 Milliarden Euro.

Wesentliche Ursachen für das aktuelle Defizit seien dem Bundesamt zufolge der Einnahmenrückgang beim Gesundheitsfonds durch die vorübergehende Absenkung des Bundeszuschusses um 2,5 Milliarden Euro auf 11,5 Milliarden Euro, das erstmalig negative Zinsergebnis des Gesundheitsfonds aufgrund von Strafzinsen an die Banken sowie die Beitragspolitik der gesetzlichen Krankenkassen. Viele von ihnen haben ihre Versicherten durch niedrige Zusatzbeiträge entlastet. (stp)

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