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12.10.2015 // Wirtschaftlichkeitsprüfung

Baden-Württemberg: Weg von der Richtgröße

Bei der Entscheidung über die Wirtschaftlichkeit einer Behandlung sollen in Baden-Württemberg künftig auch Indikation und evidenzbasierte Therapie berücksichtigt werden. Dazu erarbeiten die Gemeinsamen Prüfungseinrichtungen Baden-Württemberg (eine Einrichtung der Kassenärztlichen Vereinigung) detaillierte Behandlungsleitfäden, die evidenzbasierte Behandlungswege in Form von Stufentherapieschemata aufzeigen. Die ersten Therapieleitfäden sollen bereits ab November zur Verfügung stehen. Vorerst betrifft das die Diagnosen Osteoporose, nicht tumorbedingter Schmerz und Demenz. Weitere Diagnosen sollen folgen.

Hintergrund des Vorstoßes ist, dass ab dem 1. Januar 2017 die bisherige Form der Richtgrößenprüfung fällt und die Regelungskompetenz auf die regionalen Prüfebenen übergeht. Das sieht das Versorgungsstärkungsgesetz vor. Kommen auf Landesebene keine neuen Regelungen zustande, bleibt in den betreffenden Regionen jedoch alles beim Alten. Bisher orientiert sich die Beurteilung der Wirtschaftlichkeit veranlasster Leistungen vor allem an einem Durchschnittsbetrag in Euro pro Behandlungsfall – der Richtgröße. (stp)

Pressesprecher

Michael Rauscher

Tel.: 030 206208-11

Fax: 030 206208-711

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