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07.10.2016 // Qualität

BÄK veröffentlicht Leitfaden für Morbiditäts- und Mortalitätskonferenzen

Die Bundesärztekammer (BÄK) hat einen Leitfaden zur Implementierung und Durchführung von Morbiditäts- und Mortalitätskonferenzen veröffentlicht. Der Leitfaden soll Krankenhäuser bei der Qualitätsentwicklung in der Patientenversorgung unterstützen. Günther Jonitz, Vorstandsmitglied und Vorsitzender der Qualitätssicherungsgremien der BÄK, erklärt dazu: „Morbiditäts- und Mortalitätskonferenzen sind ein Instrument des Risiko- und Qualitätsmanagements, mit dem besondere Behandlungsverläufe wie unerwünschte Ereignisse oder Todesfälle systematisch aufgearbeitet werden können. Solche Konferenzen zielen darauf ab, insbesondere in klinischen Prozessen Verbesserungspotentiale zu erkennen und umzusetzen.“

Der klinische Alltag stehe immer mehr im Zeichen von Arbeitsverdichtung, so Jonitz. Gleichzeitig forderten Politik und Gesellschaft eine immer leistungsfähigere und perfektere Medizin, einhergehend mit Transparenz, Qualitätsorientierung und effektivem Risikomanagement. Hier seien Fortschritte unverkennbar. „Das notwendige Bewusstsein für eine patientenorientierte Sicherheitskultur kann aber weder angeordnet noch von heute auf morgen flächendeckend implementiert werden“, macht Jonitz klar und pricht von einem sich schrittweise vollziehenden Kulturwandel. Die Einführung von Morbiditäts- und Mortalitätskonferenzen sei dazu ein wichtiger Schritt.

Mit der Veröffentlichung des Leitfadens steht neben den Curricula für „Ärztliches Qualitätsmanagement“ und „Ärztliche Führung“ sowie dem Curriculum und dem Leitfaden „Ärztliches Peer Review“ nun ein weiterer Baustein zur Unterstützung bereit. (stp)

Methodischer Leitfaden Morbiditäts- und Mortalitätskonferenzen


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