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10.06.2016 // Studie

Bedarf in der ambulanten Versorgung steigt

Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte werden künftig zeitlich stärker beansprucht als bisher. Das geht aus der Studie „Zukünftige relative Beanspruchung von Vertragsärzten – Eine Projektion nach Fachgruppen für den Zeitraum 2020 bis 2035“ des Versorgungsatlas hevor. Der Versorgungsatlas ist eine Einrichtung des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (ZI). Der Untersuchung zufolge wird die deutsche Bevölkerung älter und konzentriert sich zunehmend in Städten. Die Auswirkungen dieser Entwicklung auf die medizinische Versorgung wurden auf der Basis einer neu entwickelten Modellrechnung ermittelt.

Die Liste jener Facharztgruppen, die in den Jahren bis 2020 und bis 2035 zeitlich stärker beansprucht werden als 2012, wird von Urologen, Augenärzten, Internisten und Hausärzten angeführt. Diese Facharztgruppen behandeln vorrangig ältere Patienten. Urologen werden der Modellrechnung zufolge im Bundesdurchschnitt um 23 Prozent häufiger in Anspruch genommen, Augenärzte um 20 Prozent und Internisten um 15 Prozent. Für Hausärzte wird nur eine zusätzliche Frequentierung von durchschnittlich neun Prozent prognostiziert.

Der demografische Wandel vollzieht sich der Studie zufolge auch regional nicht einheitlich. Wirtschaftlich starke Zuwanderungsregionen lockten vor allem Jüngere, sodass das Durchschnittsalter dort weniger stark steigen werde als in Abwanderungsregionen mit sehr geringer Wirtschaftskraft. In den Zuwanderungsregionen nehme der ambulante Versorgungsbedarf zunächst aufgrund der steigenden Einwohnerzahlen zu, später dann griffe auch dort die Alterung der Bevölkerung und der Bedarf stiege erneut. Betroffen seien davon vor allem die Großräume München und Berlin sowie Hamburg, Bonn, Frankfurt/Main und Trier.

Als weiterer Faktor für eine Zunahme der Inanspruchnahme der ambulanten Versorgung sei zu berücksichtigen, dass der medizinische Fortschritt immer mehr ambulante Therapien ermögliche und somit immer weniger Klinikaufenthalte notwendig mache. (stp)

www.versorgungsatlas.de

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