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30.05.2016 // 119. Deutscher Ärztetag

Bereitschaftsdienst muss Arbeitszeit bleiben

Die Delegierten des 119. Deutsche Ärztetags in Hamburg haben die Arbeitgeber und die politisch Verantwortlichen dazu aufgefordert, die Einhaltung des Arbeitszeitgesetzes sicherzustellen und sich einer Aufweichung der EU-Arbeitszeitrichtlinie entschieden entgegenzustellen. Eine geplante Novellierung der EU-Arbeitszeitrichtlinie, die eine Erweiterung der Wochenhöchstarbeitszeit sowie eine Neubewertung der inaktiven Zeit während des Bereitschaftsdienstes vorsieht, würde zu einer unzumutbaren Arbeitsbelastung der am Krankenhaus Beschäftigten führen.

Ziel des Arbeitszeitgesetzes ist es, die Arbeitnehmer vor überlangen Arbeitszeiten zu schützen und die Einhaltung ihrer Ruhezeiten zu garantieren, hieß es zur Begründung. Die gesamte Bereitschaftsdienstzeit müsse daher auch weiterhin als Arbeitszeit gewertet werden. Die Delegierten warnten davor, dass eine Lockerung des Arbeitsschutzes für Ärztinnen und Ärzte sowie des Pflegepersonals nicht nur die Gesundheit der Beschäftigten gefährde, sondern auch die Patientensicherheit. Personalmangel dürfe nicht auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden. (stp)

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