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26.07.2017 // Psychotherapie

BMG legt Gesetzentwurf für einheitliche Ausbildung vor

Die Voraussetzungen für eine Approbation in der Psychotherapie sollen künftig nur noch über ein fünfjähriges Direktstudium an Universitäten oder gleichgestellten Hochschulen erworben werden können. Das berichtet das Deutsche Ärzteblatt unter Berufung auf einen Arbeitsentwurf für eine Reform der psychotherapeutischen Ausbildung des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG). Kern der Novelle ist demnach eine Zusammenlegung der Berufsbilder Psychologischer Psychotherapeut und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut und die Ausrichtung auf eine heilkundliche Psychotherapie. Das Studium solle in einen Bachelor- und einen darauf aufbauenden Masterstudiengang gegliedert sein, mit dem Abschluss erhielten die Absolventen eine staatliche Berufszulassung. Wie der neue Abschluss heißen soll, ist dem Blatt zufolge noch unklar.

Eine sich dem Studium anschließende Weiterbildung soll dann die Grundlage für den Zugang zur Patientenversorgung legen. Konkrete Regelungen zur Weiterbildung enthalte der Entwurf aber nicht. Der Deutsche Ärztetag in Freiburg äußerte sich zu den bereits im Herbst 2016 in einem Eckpunktepapier des BMG bekannt gewordenen Plänen kritisch und forderte den Gesetzgeber auf, die Bundesärztekammer in die Beratungen zum Novellierungsprozess „regelmäßig einzubeziehen, weil es wesentliche Berührungspunkte zur ärztlichen Aus- und Weiterbildung gibt“. Zudem sei die ärztliche Expertise für die Bewertung von Methoden und Verfahren der Psychotherapie unverzichtbar.

Bislang ist die Ausbildung nichtärztlicher Psychotherapeuten in ein Studium der Psychologie beziehungswiese der Sozialpädagogik mit einer anschließenden drei- bis fünfjährigen Ausbildung an zumeist privaten Ausbildungsinstituten gegliedert. Bis zur Erlangung der Approbation führen fehlende oder geringe Vergütungen während der praktischen Ausbildung und die in der Regel hohen Ausbildungskosten viele angehende Psychotherapeuten in prekäre Lebenssituationen. Zugleich wolle das BMG dem Bericht zufolge mit der Reform eine hohe Ausbildungsqualität sicherstellen und die Zahl der Berufsabschlüsse regulieren. (stp)

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