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Aktuelle Meldungen

11.09.2019 // GKV-Spitzenverband und DKG

BMG verschärft Pflegepersonaluntergrenzen

Nach dem Scheitern der Verhandlungen von GKV-Spitzenverband und Deutscher Krankenhausgesellschaft (DKG) zur Vereinbarung von Pflegepersonal­un­ter­­­grenzen hat das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium (BMG) nun eine Ersatzvornahme vorgelegt, in dem neben den bisher vier pflegeintensiven Klinikbereichen – Intensivmedizin, Geriatrie, Unfallchi­rur­gie und Kardiologie ­– vier weitere Bereiche für die Personal­untergrenzen ab 2020 gelten sollen: Herzchirurgie, Neurologie, Stroke-Units sowie für die Neurologische Früh­reha­bilitation.

In der Intensivmedizin sollen ab 2021 künftig für zwei Patienten mindestens je eine Pflegekraft in der Tagessschicht und für drei Patien­ten mindestens eine Pflegekraft in der Nachtschicht anwesend sein. In der Verordnung für 2019 konnten noch 2,5 Patienten in der Tages- und 3,5 Patienten in der Nacht­schicht von einer Pflege­kraft betreut werden. 2020 sollen die Zahlen von 2019 gelten. In der Kardiologie sollen in der Tagesschicht künftig zehn Patienten mindestens von einer Pflegekraft betreut werden müssen, in der Nachtschicht können es 20 Patienten pro Pflegekraft sein. Bislang galt hier das Betreu­ungs­verhältnis von zwölf Patienten tagsüber und 24 Patienten nachts.

In der Herzchirurgie sollen ab 2020 in einer Tagesschicht sieben Patien­ten von einer Pflegekraft betreut werden, in der Nachtschicht 15 Patienten. In der Neuro­logie sind es zehn Patienten in der Tagesschicht, nachts ebenfalls 20 Patienten pro Pflegekraft. Bei der Neurologischen Schlaganfalleinheit (Stroke-Unit) sollen es in der Tagesschicht drei Patienten sein, in der Nachtschicht fünf, die von einer Pflegekraft versorgt werden dürfen. Bei der Neurologischen Frühre­habilitation sollen es fünf tags­über und zwölf in der Nachtschicht sein.

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