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07.07.2017 // Zulassung zum Medizinstudium

BVMD und MFT schlagen neues Auswahlverfahren vor

Die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (BVMD) und der Medizinische Fakultätentag (MFT) schlagen eine Reform des Zulassungsverfahrens zum Medizinstudium vor, das eine deutschlandweit einheitliche Grundlage für die Auswahl bietet. „Ziel unseres vorgeschlagenen Modelles ist ein transparentes und innovatives Auswahlverfahren, das sich an den Bedürfnissen der zukünftigen Generation an Medizinerinnen und Medizinern orientiert“, sagte Bertram Otto, Bundeskoordinator für Medizinische Ausbildung der BVMD. Besonderes Augenmerk galt dabei der Wartezeitenregelung, die mittlerweile zu Wartezeiten von bis zu sieben Jahren führe. Dies sei den Bewerbern kaum noch zumutbar. Zudem führe eine überlange Wartezeit zu einer vergleichsweise hohen Zahl von Studienabbrüchen von über diese Regelung zugelassenen Bewerbern. Sie soll daher durch einen alternativen Weg für eine notenunabhängige Chance zum Studienplatzerwerb ersetzt werden, wie es in der Stellungnahme heißt. Zudem soll die Abiturnote zwar den gesetzlichen Vorgaben entsprechend weiterhin maßgebliches Auswahlkriterium bleiben, jedoch durch weitere Auswahlkriterien ergänzt werden.

Konkret ist vorgesehen, dass in einem ersten Schritt eine zentrale Bewertung nach Abiturnote, Eignungstests – Studierfähigkeitstests und sogenannte Situational Judgement Tests – sowie berufspraktischen Erfahrungen erfolgt. Darüber sollen 50 Prozent der Studienplätze unter Berücksichtigung der Ortspräferenz vergeben werden. Die bisher bestehenden separaten Quoten für die Abiturbesten, das Auswahlverfahren der Hochschulen und die Wartezeitquote würden zusammengeführt, die jetzige Vorabquote zum Beispiel für Härtefälle, Nicht-EU-Ausländer und Sanitätsoffiziersanwärter bliebe unverändert erhalten. Sollte zusätzlich eine sogenannte Landarztquote eingeführt werden, so wäre diese als Vorabquote abzubilden. Die verbleibendende Hälfte der Studienplätze sollen die Medizinischen Fakultäten dann in einem zweiten Schritt über standortspezifische Auswahlverfahren vergeben können; es soll ihnen jedoch freistehen, darauf zu verzichten und die weiteren Plätze gemäß der Reihung aus dem zentralen Verfahren weiter aufzufüllen, gegebenenfalls mit einer anderen Gewichtung der bereits erfassten Kriterien.

Die Studierenden im Hartmannbund hatten bereits 2015 ein Modell vorgeschlagen, dass jeweils zu einem Drittel die Abiturnote, einen standardisierten Test und standardisierte Assessmentverfahren als Auswahlkriterien vorsieht. Auch hier würde am Ende des Verfahrens ein Endwert entstehen. Dieses Verfahren sollte nach Abzug der Quoten für Ausländer, Sanitätsdienst, besondere Hochschulberechtigung, Zweitstudium und Härtefälle Anwendung finden, wobei 20 Prozent aller dann zu vergebenden Studienplätze durch Auswahlverfahren der Universitäten besetzt werden könnten. Die bisherige Wartezeitenregelung sollte aus Sicht der Medizinstudierenden im Hartmannbund entfallen. Bewerber mit schlechteren Abiturergebnissen hätten in dem vorgeschlagenen  Modell „33,3 Prozent“ die Möglichkeit, durch zusätzliche Qualifikationen und zu wiederholende Assessmentverfahren ihre Chance auf einen Studienplatz zu verbessern. (stp)

Gemeinsame Stellungnahme der BVMD und des MFT

Stellungnahme des Hartmannbundes zum Masterplan Medizinstudium 2020 (2015)

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